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Stadt Kempen
Bubble Ball: Ein riesiger Spaß, der einen schnell ins Schwitzen bringt

Stadt Kempen. Zu einem speziellen Fußballturnier lud die Landjugend ein. In der Turnhalle an der Ludwig-Jahn-Straße wurde Bubble Ball gespielt.

"Was ist das denn?", der Ausruf Max Bergers lässt Pia Pasch breit grinsen. "Wir haben gerade noch einmal auf unserem Sieg von 2016 angestoßen", meint Pasch, die gerade den Wanderpokal vom vergangenen Jahr an den zweiten Kassierer der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Kempen übergeben hat. Im Pokalinneren schwappt noch ein wenig Flüssigkeit. Das Gelächter von allen Seiten ist groß. Während die Anrather Mädels in die Turnhalle gehen, wandert der Pokal zwecks Reinigung kurz in die Küche der Sporthalle. Schließlich soll er lupenrein an den aktuellen Sieger überreicht werden.

Auch der Kegelclub "Sturmkegler" aus Hinsbeck muss seinen Pokal wieder rausrücken, denn ob sie in diesem Jahr bei den Herren wieder siegen, steht in den Sternen. Erstmalig steht bei einem solchen Turnier Bubble Ball auf dem Programm. "Wir hatten in diesem Jahr die Idee, unser traditionelles Fußballturnier einmal abzuwandeln, um dem Ganzen einen noch größeren Spaßfaktor zu geben", sagt Stephanie Driehsen, die Zweite Vorsitzende. Was sich hinter dem Begriff Bubble Ball verbirgt, ist bereits in der Turnhalle zu sehen. Dort haben die Landjugend-Mitglieder gerade zwölf durchsichtige Kunststoffbälle mit einem Durchmesser per Kompressor aufgepustet. Die Teile hat ein jeder schon einmal irgendwo gesehen, doch die wenigsten haben bereits in ihnen gesteckt, und entsprechend groß ist die Neugierde. "Wir haben uns das mal im Internet angeguckt, um zu wissen, was auf uns zukommt. Es sieht lustig aus. Wir legen gleich einfach los", sieht es Nicole Wilms von der Landjugend Lobberich locker.

Schiedsrichter Achim Tölle und Markus Driehsen haben derweil die roten und blauen Bälle farblich sortiert gegenüberliegend aufgebaut und in die Mitte den gelben Ball gepackt. "Wir spielen fünf gegen fünf plus einem Auswechselballspieler, der schon in den sechsten Ball schlüpfen kann. Es gelten die Fußballregeln. Von hinten jemanden umhauen, ist nicht erlaubt", erklärt Driehsen. Und dann geht es auch schon los. Der Ziegelheider Kegelclub "Pfefferkörner" trabt zu den roten Bällen, und der aus Brüggen stammende Kegelclub "Dynamo Tresen", der sich am Ende vor "Einer steht immer" aus Wankum durchsetzte, erobert die blauen Bälle. Wobei das Reinschlüpfen schon für die ersten Lachsalven bei den anderen 13 Teams und den weiteren Besuchern sorgt. Wie ein Taucher geht es kopfüber in die Kugeln, um genau die Haltegurte zu treffen und das Bubble Ball Exemplar dann hochzuwuchten, damit es über den Körper rutscht. Was sich so einfach anhört, stellt sich für den ein oder anderen als kleines Problem dar, denn wer die Gurte beim Hereinschlüpfen nicht direkt ordentlich trifft, hat im Inneren keine Chance mehr, die Arme soweit zubewegen, um hereinzukommen. Es ist einfach zu eng. Schließlich stecken alle ordnungsgemäß, wie in einem Rucksack in den Kugeln, die über den Kopf ragen und unten je nach Größe des Trägers bis zu den Oberschenkeln oder fast bis zum Knie reichen.

Tölle pfeift an. Mit einem lauten Geräusch knallen die ersten beiden Kugeln zusammen, denn wer auf den Ball zurennt, hat eine Menge Masse um sich herum und das vergisst man schnell. Wie umgedrehte Käfer liegen die Spieler am Boden oder kullern umher und das sehr zur Freude der Zuschauer auf den Tribünen. Nach fünf Minuten ist die erste Runde rum. "Das reicht auch. Es ist megaanstrengend. In den Dingern ist es warm und man bekommt nicht so optimal Luft. Aber es macht einen Riesenspaß", kommentiert Max Schaale von den "Pfefferkörnern seinen ersten Spieleinsatz. Während sich die roten Gesichter der Spieler wieder normalisieren und die Schweißperlen wegtrocknen, sind die nächsten beiden Mannschaften angetreten.

Bei den gemischten Teams siegte die Landjugend Hinsbeck vor Tönisvorst. Die Sieger bekamen neben einem Wanderpokal ein Bierfässchen und Restaurantgutscheine

(tre)
 
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