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Stadt Kempen
Bücher, Spiele, Landschaften beim dritten Tolkien-Tag

Stadt Kempen: Bücher, Spiele, Landschaften beim dritten Tolkien-Tag
In bunte Kostüme schlüpften die Teilnehmer des Tolkien-Tags in der Stadtbibliothek. FOTO: kaiser
Stadt Kempen. Sie sind wieder einmal ihren Buchdeckeln entsprungen, die Figuren aus den Büchern von J.R.R. Tolkien. Da stapften Figuren aus dem "Kleinen Hobbit" durch die Kempener Stadtbibliothek und wurden Szenen aus dem "Herrn der Ringe" in einer großen Modellanlage nachgespielt. Bereits zum dritten Mal luden Bibliothek und die Deutsche Tolkien-Gesellschaft zum Tolkien-Fest ein. Es findet immer nach dem bundesweiten Vorlesetag statt. Auch diesmal zog er viele große und kleine Besucher in die Bibliothek im Kulturforum Franziskanerkloster. Von Silvia Ruf-Stanley

Dirk Helmes war schon in den vergangenen Jahren mit seiner Modellanlage dabei. Aber inzwischen ist sie weiter gewachsen. Helmes nutzt nicht einfach die fertig zu kaufenden Figuren, sondern macht aus ihnen ganz individuelle Gestalten. Es ist ihm wichtig, ein möglichst plastisches Bild zu schaffen. Und richtig, wenn man sich ein wenig bückte und durch das Burgtor blickte, fühlte man sich inmitten des Geschehens. Vor der Burg ist eine große Spielwiese - dies im wahren Sinne des Wortes, denn hier konnte man mit Figuren ein Würfelspiel spielen, in dem die Szenen nachgespielt wurden. Ganz neu war ein Modell der Seenstadt. Helmes erzählte, was er hier noch alles bauen will. Gleich daneben konnte man selbst Figuren gestalten.

Ein großer Büchertisch mit Büchern von und über Tolkien lud zum Stöbern ein. Stefan Schopmann saß derweil auf dem gemütlichen Sofa zwischen den Regalen und las aus dem Buch "Briefe vom Weihnachtsmann" vor. Dies sind Briefe, die Tolkien alljährlich zu Weihnachten an seine Kinder schrieb. Der Weihnachtsmann höchstpersönlich hat sie an die Kinder gerichtet. Er lebt in Island, gemeinsam mit dem etwas dummen Polarbären und seinem Sekretär Ibereth. Die Briefe bestechen durch ihren klassisch britischen Humor, sind aber auch Zeitzeugnisse, denn Tolkien verarbeitet darin auch aktuelles Geschehen.

Daraus entstand diesmal ein Schreibwettbewerb. Kinder und Jugendliche der Kempener Schulen waren eingeladen, selbst Briefe im Namen des Weihnachtsmannes zu verfassen. Bei den eingereichten Briefen waren teilweise ganz liebevoll gestaltete Exemplare mit kleinen Illustrationen, wie sie auch im Buch vorkommen. Die Idee war, so Christoph Ortmann von der Tolkien-Gesellschaft, Kinder zum Schreiben eines Briefes von Hand zu animieren. Damit wollte man, sagte Ortmann, zeigen, wie schön ein richtig mit Füller geschriebener Brief sein kann. Einmal ganz anders schreiben als mit dem Computer oder dem Smartphone.

Überall sah man Besucher in den Tolkien-Büchern schmökern. Andere Familien nutzten die Gelegenheit, die passenden Gesellschaftsspiele auszuprobieren. Der achtjährige Fabian Pelatzes war damit gerade mit seinem Vater beschäftigt. Fabian freute sich, dass er eindeutig der Gewinner im Spiel war. Sein Vater nahm es gelassen. Und Bibliotheksleiterin Ursula Wiltsch schien hoch zufrieden mit der dritten Auflage des Tolkien-Festes.

Quelle: RP
 
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