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Gemeinde Grefrath
Bunte Vielfalt beim "Gänsemarsch in Oedt"

Gemeinde Grefrath. Wenn zum "Gänsemarsch" die Ateliers in Oedt und Umgebung offenstehen, erweitern einige der beteiligten Künstler den Ausstellungsbereich gerne in den Garten- und Außenbereich. Das ist immer wieder bereichernd, verlangte aber bei der jüngsten Wetterlage im Wechsel von Regengüssen und Sonnenschein starke Nerven. Da traf es sich gut, dass Nada Vitz zwischen wetterfester Kunst für draußen sowie Druckgrafik und Malerei für den Innenbereich aufteilen konnte. Von Angela Wilms-Adrians

Kürzlich erst umgezogen an die Niederstraße, hielt die Künstlerin ohnehin einige Überraschungen bereit: In den kleinen Räumen an der Hauptstraße hatte sie vorwiegend Kleinformatiges gezeigt. Nun wartete sie mit etlichen Großformaten auf. Dazu zählte ein Bild mit der Darstellung eines Kontrabassisten in Übergängen von figürlicher und abstrakter Darstellung sowie eine impulsiv anmutende Winterlandschaft. Im Außenbereich bekundeten zum Beispiel die Lampen aus Blechdosen ihren Umgang mit bereits genutzten Materialien. Sie war damit eine von zehn Kreativen der Künstlergruppe "Bunte Gans", die an zwei Tagen und an insgesamt zehn Orten Einblicke in ihr aktuelles Schaffen anboten.

Barbara und Siegfried Füsers hatten zu Regenphasen nicht wetterfeste Arbeiten ins Haus gerettet. Dann war alles etwas enger zusammengerückt, so dass sich eine reizvolle Situation des Stöberns ergab. Er zeigte eine Auswahl seines fotografischen Werks, zu dem etwa die im Großformat eindrucksvoll beleuchtete Ansicht des Wasserturms zählte. Auf dem Speicher der Mutter hatte Siegfried Füsers alte Zigarettensammelbilder gefunden, die er für sein Schaffen verwertet hat. Ehefrau Barbara zeigte erneut verschiedene Facetten von Malerei und Skulpturen. Dazu gehörte ein starkfarbiges Bild mit einer schwebenden Figur, die entrückt anmutet.

Claudia Marek hatte erneut auf reizvolle Symbiosen ihrer Kunst mit dem herrlichen Garten in der Niederstraße gesetzt. Die über Intarsien entstandenen Blüten in Holzstelen wetteiferten mit realen Blumen, während aus einer gerosteten Scheibe Blütenformen herausgeschnitten waren und so filigran das Licht durchscheinen ließen. Eine Malerei auf Acrylglas schien beinahe mit den floralen Nachbarn des Gartens zu verwachsen "Manchmal lege ich Dinge zur Seite, um dann vielleicht wieder mehr zu drucken oder zu malen", erzählte Marek von ihrer Freude, sich in der Auseinandersetzung mit Grafik, Malerei und Mosaik immer wieder neu zu finden. Magret Zartingen probiert von der Abstraktion bis zur gegenständlichen Malerei so ziemlich alles aus. "Ich mag mich nicht so gern wiederholen", sagt sie von sich. So fand der Besucher ein Porträt der Urenkelin wie auch zum Beispiel eine kleine Serie, in der gespachtelte und geschüttete Farben mit feinen Strukturen Nebellandschaften assoziieren.

Quelle: RP
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