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Gemeinde Grefrath
Burg Uda soll noch attraktiver werden

Gemeinde Grefrath: Burg Uda soll noch attraktiver werden
Lockere Steine: An einigen Ecken und Kanten besteht noch dringender Handlungsbedarf. FOTO: manfred baum
Gemeinde Grefrath. Was wäre Oedt kulturell ohne seinen über 65 Jahre alten und rund 600 Mitglieder zählenden Heimatverein? Ganz sicher ein Stück ärmer. Deutlich wird das einmal mehr, wenn man die gestern bei der Jahreshauptversammlung vorgestellte neue Initiative des Heimatvereins Oedt denkt. Von Manfred Baum

Sie kann in den kommenden Jahren die über 700 Jahre alte Burg Uda noch wertvoller machen. Ziel ist es, das Umfeld der Burg attraktiver und besucherfreundlicher zu machen. So fehlt unter anderem eine Toilettenanlage. Inzwischen ist in den Sommermonaten (ab April wieder) die Burg nicht nur regelmäßig für Besucher geöffnet, sondern mehr als zwei Dutzend Paare haben sich außerdem im vergangenen Jahr in der Burg trauen lassen. Ebenso ist es das Ziel des Heimatvereins, die bestehenden Reste des Westflügels und Nord/Post-Turms zu sichern, denn immer wieder ist es so, dass aus dem Mauerwerk Steine entfernt werden, wie Vorsitzender Karl A. Willmen und sein Stellvertreter Heinz Panzer im Gespräch mit der Rheinischen Post deutlich machten - und auch zeigten.

Seit dem vergangenen Jahr bestehen Kontakte mit Blick auf die angedachten Maßnahmen mit der Gemeinde Grefrath, dem Kreis Viersen, der Fachhochschule Düsseldorf, dem Landschaftsverband Rheinland und der Denkmalschutzbehörde in Brauweiler. Einige der Beteiligten haben Oedt auch bereits besucht. Am Mittwoch, 6. April, kommen Studenten der Fachhochschule Düsseldorf mit Professor Robert Nies vom Fachbereich Architektur nach Oedt und schauen sich die restaurierte Burg Uda und das Umfeld ganz genau an. Es wird nämlich einen Studentenwettbewerb geben, der im Juli abgeschlossen wird, denn ab dem 20. Juli, 18.30 Uhr (Eröffnung der Ausstellung), werden bis zum 27. Juli im Oedter Rathaus die Modelle und Entwürfe ausgestellt.

In den vergangenen Jahren hat sich dank des Heimatvereins rund um Burg Uda eine Menge getan. FOTO: Wickerath, Stephanie (WS03)

Der Oedter Heimatverein denkt außerdem daran, auf dem Parkplatz Mühlengasse ein kleines Besucherzentrum zu schaffen, wo das Leben in der Burg Uda dokumentiert werden soll. Dort sollen nach Möglichkeit auch die behindertengerechten Toiletten installiert werden. Abgestimmt werden muss die angedachte Maßnahme nicht nur mit den erwähnten Behörden, sondern ebenso mit dem Bodendenkmalschutzamt in Bonn. Für Panzer und Willmen steht fest, dass die restaurierte Burg Uda die Hauptattraktion ist und bleiben wird: "Wir sind glücklich, dass wir diese ersten Schritte schon erfolgreich hinter uns gebracht haben."

Quelle: RP
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