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Stadt Kempen
Capoeira - Tanz und Rhythmus

Stadt Kempen. Zum Tag des Flüchtlings waren brasilianische Tänzer zu Gast im Evangelischen Gemeindezentrum. Die Besucher klatschten begeistert mit.

Capoeira, eine brasilianische Kampfkunst, stand jetzt im Gemeindezentrum der Thomaskirchengemeinde im Mittelpunkt. Zum deutschlandweiten Tag des Flüchtlings hatte das Begegnungscafé "Treffpunkt Asyl" zu einem besonderen Begegnungsnachmittag eingeladen. Die Capoeira-Gruppe unter der Anleitung von Graduado Cabeça vom brasilianischen Institut für Sport, Kultur und Kunst bot eine interessante Darbietung des brasilianischen Kampftanzes.

Fünf weiß gekleidete Männer mit Trommeln und dem brasilianischen Musikinstrument Berimbau zogen die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich. Rhythmisches Trommeln ließ die Stimmen verstummen, als Alice Alves Poeira, Sprecherin des Arbeitskreises multikulturelles Forum, die Kampftänzer aus Brasilien, Portugal, Ägypten, Pakistan und Nigeria begrüßt. "Capoeira hat nicht nur etwas mit Beweglichkeit und Musikalität zu tun, sondern auch mit Respekt und sozialem Verhalten", erklärt Capoeira-Tänzer Joao Paulo Cabeça und betont: "Wir sind alle gleich. Wir müssen zusammenstehen, uns gegenseitig unterstützen und helfen." Das ehrenamtliche Engagement ist seiner Meinung nach im Rahmen der Flüchtlingshilfe besonders wertvoll und wichtig.Capoeira wurde während der Kolonialzeit in Brasilien von aus Afrika verschleppten Sklaven praktiziert und weiterentwickelt. Da offiziell Kampfübungen der Sklaven verboten waren, haben sie Capoeira entwickelt und innerhalb ihrer kulturellen Tänze getarnt. Auf den typischen Instrumenten wird Capoeira-Musik gespielt, dazu gesungen und im Rhythmus geklatscht. In der Capoeira werden Momente wie Kampf, Tanz, Rhythmus, Musik, Spaß und Wettbewerb vereint.

Quelle: RP
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