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Gemeinde Grefrath
CDU will interkommunale Zusammenarbeit verstärken

Gemeinde Grefrath. In einigen Aufgabenbereichen könne man deutlich effektivere Ergebnisse erzielen. Von Heiner Deckers

Die Grefrather CDU hat sich in einem Strategie-Workshop mit den für die Gemeinde wichtigsten Themen beschäftigt. Als vorrangige Aufgabe nannte der Vorsitzende Dietmar Maus die verstärkte interkommunale Zusammenarbeit. Bereits vor einigen Jahren habe die Verwaltung ihre Aufgabe als Gemeindekasse an die Stadt Nettetal übertragen. Das sei damals, so Maus, einer Initiative der Jungen Union zu verdanken gewesen.

Mittlerweile gebe es im Kreis bereits vielfältige Formen der Zusammenarbeit. Zuletzt habe, betont Maus, Tönisvorst als erste Kommune in Nordrhein-Westfalen freiwillig ihre Aufgaben als Bauaufsicht auf den Kreis Viersen übertragen. "Wichtig für die kommunale Aufgabenerledigung sind fachliche Kompetent und wirtschaftliche Durchführung. Oftmals kann dies in größeren Einheiten deutlich besser erreicht werden," sagt Maus. Zwar mache nicht jede Zusammenarbeit Sinn für Grefrath, aber man habe, da man auch als kleine Gemeinde bei vielen Aufgaben in der Verantwortung stehe, noch sehr viel Potenzial bei der Zusammenarbeit.

Dies sieht auch Ratsherr Manfred Wolfers jun. so: "Einige Aufgaben, die Gemeindeverwaltung wahrnimmt, verlaufen ohne direkte Kontakte zum Bürger." Als Beispiele nennt er die Personalabrechnung, einen Teil der Aufgaben der Bauverwaltung und die Pflege von gemeindeeigenen Straßen. "Hier, aber mittelfristig auch in anderen Bereichen, lohnen sich genaue Untersuchungen", meint Wolfers jun. Bei den Wirtschaftswegen gebe es mit Wasser- und Bodenverband der Mittleren Niers in Grefrath einen möglichen Partner, mit dem konkrete Möglichkeiten von kooperationen erarbeitet werden könnten.

Die Fraktionsvorsitzende Wilma Hübecker sieht die Stärkung der interkommunalen Zusammenarbeit ebenfalls positiv. Sie erwähnt einen weiteren Effekt: "Für die Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung kann eine Zusammenarbeit verbesserte Chancen bei der beruflichen Weiterbildung bieten." Auch Landrat Dr. Andreas Coenen stehe dem Thema sehr aufgeschlossen gegenüber: "Ich hoffe, dass unser Bürgermeister Manfred Lommetz das Thema auch weiter verfolgt und hierbei für Grefrath bestmögliche Lösungen erreicht." Er stehe als Chef der Verwaltung in der besonderen Verantwortung, die Erledigung der Aufgaben nachhaltig und wirtschaftlich zu organisieren. Hier seien in den letzten Jahren nur geringe Verbesserungen erzielt worden.

Quelle: RP
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