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Stadt Kempen
Cirillo: Ein Abend voller Poesie und Charme

Stadt Kempen. Wie kam Cirillo auf den Hund? "ich bin keine 20 mehr, keine Frau und kann nicht singen. Also brauche ich einen Hund." Zusammen mit Hund Buster tritt Cirillo heute Abend um 19.30 Uhr in der Haltestelle (St. Töniser Straße 27-29) auf. Zu sehen sein wird das Programm "Fisimatenten im Café". Unterstützt werden Herr und Hund von drei Musikern. Der heutige Auftritt ist einer der wenigen in Kempen. Obwohl Cirillo im Jahr rund 25 bis 30 Auftritte im deutschsprachigen Raum absolviert, macht er sich in Kempen rar - dabei lebt Baumann seit vielen Jahren in Kempen. Zusammen mit Frau und drei Kindern lebt er auf dem Hulingshof, wo der international erfahrene Pferdewirtschaftsmeister einen Reiterhof betreibt. Pferd, Hund und Komik hat Baumann sogar schon einmal in einer Zirkusnummer verbunden. Von Heribert Brinkmann

Wie wird man Komiker? Der 1959 in Düsseldorf geborene Andreas Baumann hat eine ganz schlichte Antwort darauf. Sein Schlüsselerlebnis war Pantomimenunterricht in der Internatsschule, die er besuchte. Der hatte ihn gepackt und dort blieb er dran. Während er ganz normal eine Lehre als Pferdewirt absolvierte, bildete er sich parallel in Jonglage, Steptanz oder Einradfahren aus. Außerdem lernte er noch Trompete und Klarinette. So kam er zu der Einsicht, nichts richtig zu können - und schon ist man ein Komiker. Sein Hund, ein australischer Shepherd, heißt nicht von ungefähr Buster. Denn der amerikanische Stummfilm-Komiker Buster Keaton - der niemals lachte - ist eines von Baumanns großen Vorbildern.

Seine Stücke basieren auf eigenen Ideen. Doch, bevor er auf die Bühne geht, feilt er mit Profis für Regie und Text an den Programmen. Durch Beobachten und Begegnungen mit Menschen kommt er zu seinen besten Einfällen. Komik ist für ihn eine bodenständige Kunst, die jedermann verstehen kann. Komik - und nicht Kabarett oder Comedy - soll fein und leise daherkommen. Die italienische Volkskomödie Commedia dell'arte und das Pariser Theatergenre Vaudeville des 19. Jahrhunderts sind weitere Strömungen, die Baumann als Cirillo aufgenommen und in rund 30 Jahren Bühnenpraxis modern umgesetzt hat. An Buster Keaton hat er die Vorliebe für Underdogs und Looser abgeguckt. Seine Programme sind sauber und trotzdem lustig. Er wünscht sich, dass die Besucher fröhlicher rausgehen als sie reingekommen sind. Bei "Fisimatenten im Café" führen mit ihm Kontrabass, Klavier und Geige samt Hund bunt durch das Programm. Die rasante wie nachdenklich stimmende Revue spielt in einem Café. Menschen kommen und gehen, lachen, weinen, essen Papier, tanzen und setzen sich bisweilen. Cirillo verspricht heute einen Abend voller Poesie und Charme.

Quelle: RP
 
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