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Stadt Kempen
Das Wohnen in Kempen bleibt teuer

Stadt Kempen: Das Wohnen in Kempen bleibt teuer
Im Neubaugebiet "An der Kreuzkapelle" im Kempener Süden entstehen derzeit im letzten Abschnitt Ein- und Mehrfamilienhäuser. FOTO: Heribert Brinkmann
Stadt Kempen. Viele Menschen wollen im Kreis Viersen bauen. Die Preise sind weitgehend stabil — nur in Brüggen, Kempen und Schwalmtal sind Grundstücke etwas teurer geworden. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht hervor. Von Birgitta Ronge

Die Preise für Baugrundstücke in der Stadt Kempen steigen weiterhin. Das geht aus dem aktuellen Grundstücksmarktbericht hervor, für den der Gutachterausschuss des Kreises Viersen die Grundstücks- und Gebäudeverkäufe im vergangenen Jahr ausgewertet hat. Die Zahl der Verkaufsfälle ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant geblieben. Insgesamt zählte der Gutachterausschuss 3055 Verkaufsfälle, 2016 gab es 3064. Bei den Verkäufen wurden 658 Millionen Euro umgesetzt, im Vorjahr 663.

Wohnbauland Im Kreis Viersen wurden im vergangenen Jahr 24 Hektar Wohnbauland umgesetzt, das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Flächenverkäufe führten zu einem Umsatz von 41,8 Millionen Euro (Vorjahr 29,9 Millionen Euro). Ursache für den Zuwachs sind unter anderem Neubaugebiete in Kempen, Süchteln, Viersen und Vorst. Wo Neubaugebiete entwickelt werden, werden die Grundstücke auch verkauft. "Die Städte sind seit 2014 unterwegs, Bauflächen anzubieten, um den Bedarf zu decken", sagt Andreas Budde, Dezernent für Planung, Bauen und Umwelt beim Kreis Viersen.

Grundstückspreise Ein wenig teurer wurden Baugrundstücke in Schwalmtal (plus drei Prozent) sowie in Brüggen und Kempen (jeweils fünf Prozent). Zum Vergleich: In Viersen zahlt man für Wohnbauflächen in guter Lage durchschnittlich pro Quadratmeter 225, in Brüggen 210, in Nettetal und Schwalmtal (Amern und Waldniel) 195, in Niederkrüchten 155. Teurer ist Wohnbauland im Ostkreis: in Kempen zahlt man 290 Euro pro Quadratmeter in guter Lage (in bester Lage sogar 360 Euro), in St. Tönis 280, in Willich 245, in Grefrath 185. Die Preise gelten mancherorts nur für einen Stadt- oder Ortsteil - in Brüggen beispielsweise nur für den Ortsteil Brüggen, nicht für Bracht, in Kempen nur für Kempen, aber nicht für St. Hubert oder Tönisberg.

Einfamilienhäuser Fast die Hälfte der vom Gutachterausschuss ausgewerteten Kaufverträge wurden im vergangenen Jahr nicht für Bauland abgeschlossen, sondern für bebaute Grundstücke. In den meisten Fällen wurden Ein- und Zweifamilienhäuser verkauft. Die meisten Häuser wurden in Viersen verkauft (239), gefolgt von Willich (140), Nettetal (134) und Kempen (127). In Niederkrüchten wurden 90 Häuser verkauft, in Schwalmtal 73, in Grefrath 64, in Brüggen 60. Im Westen des Kreises Viersen sind die Häuser in der Regel günstiger als im Ostkreis. Zum Vergleich hat der Gutachterausschuss errechnet, wie viel der Quadratmeter Wohnfläche bei einem freistehenden Ein- oder Zweifamilienhaus, Baujahr 1965 bis 1990, durchschnittlich kostet. Spitzenreiter ist Kempen mit 2480 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Willich (2170) und Tönisvorst (2130). An vierter Stelle liegt Viersen (1810), gefolgt von Nettetal (1770) und Niederkrüchten (1740). Günstiger wird es in Brüggen und Grefrath (je 1700) sowie in Schwalmtal (1500).

Eigentumswohnungen Bei den Eigentumswohnungen zählte der Gutachterausschuss im vergangenen Jahr 675 Kauffälle, im Vorjahr waren es 689. Die meisten Wohnungen (173) wurden in Viersen verkauft, gefolgt von Tönisvorst (127), Willich (115) und Kempen (93). Die Preise sind weitgehend stabil.

Acker- und Grünland Die Preise für landwirtschaftlich genutzte Flächen sind im vergangenen Jahr gestiegen. Beim Grünland verzeichnete der Gutachterausschuss eine Steigerung um rund 15 Prozent auf 4,50 Euro pro Quadratmeter. Beim Ackerland stiegen die Preise in den meisten Gemeinden um etwa vier Prozent, in Kempen und Tönisvorst um zehn Prozent. In Willich liegt der Quadratmeter beispielsweise bei 6,80 Euro, in Grefrath, Schwalmtal oder Viersen bei 5,40 Euro. "Die Nachfrage ist weiterhin groß", erklärt Claudia Ziemer, Vorsitzende des Gutachterausschusses.

Quelle: RP
 
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