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Stadt Kempen
Der Arbeitsmarkt gibt sich sehr stabil

Stadt Kempen: Der Arbeitsmarkt gibt sich sehr stabil
Dirk Strangfeld leitet die Agentur für Arbeit. FOTO: aa
Stadt Kempen. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis Viersen gesunken. Das besondere Augenmerk der Agentur liegt aktuell auf der Integration von Behinderten. Deren fachliche Kompetenz ist meist hoch, und sie sind sehr motiviert. Von Heiner Deckers

/ grefrath Der Arbeitsmarkt im Kreis Viersen zeigte sich auch im November erfreulich stabil. Die Zahl der Arbeitslosen sank binnen Monatsfrist um 113 auf 10 695. Die Kräftenachfrage liegt mit 549 zwar unter des des Vormonats (715), aber deutlich über dem Vorjahreswert: Im November vergangenen Jahres wurden der Agentur lediglich 114 freie Stellen gemeldet. Gute Chancen für qualifizierte Arbeitskräfte gibt es weiterhin im Baugewerbe, der Logistik und den Verkaufsberufen. Auch das Gesundheitswesen bietet Arbeitsuchenden zurzeit gute Perspektiven.

"In diesem Monat konnten wieder fast alle Personengruppen von der positiven Entwicklung profitiere", sagte gestern Dirk Strangfeld, Leiter der Agentur für Arbeit Krefeld-Kreis Viersen. Lediglich bei den Menschen mit Behinderung stagniere die Entwicklung. Ein Blick in die gestern vorgelegte Statistik offenbart jedoch, dass das nur für Krefeld gilt. Im Kreis Viersen sank die Zahl der arbeitslosen Behinderten nämlich um 24 auf 888. Die Gesamtentwicklung ist für Strangfeld eine kleine Enttäuschung, aber auch eine besondere Herausforderung: "Gerade unter der Gruppe der als arbeitslos gemeldeten Menschen mit Behinderung ist das Qualifikationsniveau hoch. Hier müssen wir noch Vorbehalte der Arbeitgeber abbauen. Daran werden wir in nächster Zeit intensiv arbeiten", betont Strangfeld.

Von den im gesamten Gebiet der Agentur 170.000 Beschäftigten sind rund 5900 schwerbehindert, das entspricht 3,4 Prozent. Obwohl sie über durchweg gute Kompetenzen verfügen, fällt Menschen mit Handicaps der Einstieg in den regulären Arbeitsmarkt oft schwer. Die Bundesagentur für Arbeit veranstaltet daher zurzeit eine bundesweite Aktionswoche für Menschen mit Behinderung. Fachkräfte der Arbeitsagenturen werben zum Beispiel in Gesprächen mit Arbeitgebern für mehr Inklusion im Arbeitsleben. "Inklusion ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe", betont Strangfeld, "vor allen die Integration in den Arbeitsmarkt ist da ein wichtiger Baustein." Auf der Basis ihrer guten Qualifikation seien Menschen mit Behinderung in der Regel hochmotiviert. "Insbesondere angesichts des Fachkräftemangels benötigen wir ihre Kompetenzen", fügt der Agenturleiter hinzu.

Die Agentur für Arbeit unterstützt die Inklusion mit einer Vielzahl von Dienstleistungen und Programmen. Von der Berufsorientierung für Jugendliche über die Beratung von Unternehmen bis hin zu passgenauen finanziellen Hilfen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer leistet sie einen großen Beitrag zur Integration Behinderter. "Bei uns haben wir ein eigenes Team mit Beratern, die sich um die berufliche Integration von Menschen mit Behinderung kümmern", sagt Strangfeld. Für Arbeitgeberfragen rund um dieses Thema habe man Experten, die in der Lage seien, individuelle Lösungen zu erarbeiten. Es gebe nämlich eine Reihe von Fördermöglichkeiten, um die Einarbeitung und die Beschäftigung zu unterstützen. Das gehe von finanziellen Zuschüssen bis zu Umbauten am Arbeitsplatz, die mithilfe eines technischen Beraters konzipiert und aus den Mitteln des Ausgleichfonds finanziert werden. Strangfeld: "Arbeitgeber sollten deshalb keine Hemmungen haben, diesen Personenkreis bei Stellenbesettzungen einzubeziehen." Unternehmen bekommen weitere Informationen unter der gebührenfreien Serviernummer 0800 4 5555 20.

Für die einzelnen Kommunen des Kreis wurden gestern folgende Arbeitslosenzahlen gemeldet: Brüggen: 518 (Oktober 519) Grefrath 379 (395) Kempen 1026 (1077) Nettetal 1727 (1772) Niederkrüchten 437 (446) Schwalmtal 671 (681) Tönisvorst 838 (828) Viersen 3853 (3867) Willich 1246 (1233

Quelle: RP
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