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Serie Niederrheinisches Freilichtmuseum Dorenburg
Der Eingang ist ein echter Hingucker

Serie Niederrheinisches Freilichtmuseum Dorenburg: Der Eingang ist ein echter Hingucker
Aus dem Eingangsgebäude hat man durch das Panoramafenster freie Sicht auf das Museumsgelände. FOTO: wolfgang kaiser
Kempen. In einer Serie stellt die Rheinische Post die einzelnen Teile des Freilichtmuseums vor. In der letzten Folge geht es um das Eingangsgebäude. Es ist drei Jahre alt und im Vergleich zu den historischen Gebäuden auf dem Gelände noch sehr jung. Von Bianca Treffer

grefrath Durchblick, das ist der erste Eindruck für den Besucher, der sich dem Eingangsgebäude des Niederrheinischen Freilichtmuseums vom Parkplatz her nähert. Die großzügige Glasfront mit den sich automatisch öffnenden Glastüren gewährt nämlich einen direkten Einblick auf das dahinter liegende Museumsgelände. Das ist möglich, da es sich bei der gegenüberliegenden Seite des Gebäudes um eine ebenso große, gläserne Variante mit weiteren Glastüren handelt. Aber nicht nur hier löst die Aussicht Begeisterung aus. Wer im museumspädagogischen Raum des Eingangsgebäudes steht und durch die 18 Quadratmeter umfassende Glaswand nach draußen schaut, der blickt direkt auf die Dorenburg, das Herzstück des Museums.

Es wirkt wie ein großes Panoramabild, das jemand fotografiert und als XXL-Poster an die Wand gebracht hat. "Das Entrée ist nicht nur ein Zweckbau, sondern ein architektonisches Glanzlicht", beschreibt Landrat Dr. Andreas Coenen den 300 Quadratmeter großen Eingangskomplex. Was im Mai 2011 mit einem architektonischen Wettbewerb startete, endete im April 2013 mit der Eröffnung. Lag der alte Eingang etwas versteckt und war vom Parkplatz aus nicht einzusehen, hat sich das nun auf der ganzen Linie geändert. "Wir hatten früher zwar eine Kasse, aber keinen Eingang im wirklichen Sinne. Die Besucher mussten draußen anstehen, und das bei Wind und Wetter. Es gab keinen Raum als Treffpunkt für Kitas, Schulen und Gruppen. Es gab weder eine Garderobe noch Toiletten im Eingangsbereich", erinnert sich Coenen, der sich seinerzeit als Kreisdirektor und Kulturdezernent für den Neubau einsetze und auch die Mittel akquirierte.

Wenn Landrat Dr. Andreas Coenen vom neuen Eingangsgebäude rede, spricht er von einem "architektonischen Glanzstück". FOTO: wolfgang kaiser

Immerhin schlug der Neubau mit 1,15 Millionen Euro zu Buche. Ein Summe, die komplett über Fördergelder und Sponsoren gestemmt wurde. Die seit langem bestehenden Wünsche nach Funktionalität und einem Raum für museumspädagogische Angebote wurden erfüllt. Der großzügige und lichtdurchflutete Eingangsbereich mit Kasse, Garderobe und Museumsshop, in dem unter anderem Bücher rund um Themen des Freilichtmuseums, Kindergeschichtsbücher und museumsrelevante Gegenstände verkauft werden, ist ein Hingucker geworden - ein Bereich, in dem man gerne verweilt. Dazu kommen die behindertengerechten sanitären Anlagen mit Wickelraum sowie der Schulungsraum als auch die hausinternen Räume. Alles hat seinen Platz in dem Massivholzbau mit der Klinkeraußenfassade gefunden. "Wir haben uns bewusst für einen zeitgemäßen und keinen historischen Zugang entschieden. Wobei sich der eingeschossige Bau mit seiner selbstbewussten reduzierten Architektur gut einfügt", sagt der Landrat.

Mit dem neuen Entrée zog etwas vollkommen Neues ins Freilichtmuseum ein, was besonders die Kinder freut. Vor dem Hintergrund, dass es ein Spielzeugmuseum auf dem Gelände gibt, aber Spielgeräte bislang fehlten, änderte sich dieser Zustand. Heute können sich die kleinen Gäste auf ein gigantisches Piratenschiff mit Wackelbrücke, Kletterwand und vielen weiteren Details freuen. Sie können auf dem Bodentrampolin in die Luft gehen, auf der Kletterraupe balancieren, sich per Schaukel in luftige Höhen befördern und Klettertouren auf dem Traktor unternehmen. Alle Elemente sind aus Holz und über das gesamte Museumsgelände verteilt. Für die ganz Kleinen oder aber auch für müde Abenteurer stehen Bollerwagen zur Verfügung, in denen man sich von Eltern oder Großeltern über das Gelände ziehen lassen kann.

Quelle: RP
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