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Gemeinde Grefrath
Der erste Eindruck: Die Luft ist rein

Gemeinde Grefrath: Der erste Eindruck: Die Luft ist rein
Schulleiter Lothar Josten (hinten ) begrüßte gestern die Schüler aus Taiwan, die alle zum ersten Mal in Deutschland sind und in Gastfamilien wohnen. FOTO: wolfgang kaiser
Gemeinde Grefrath. Besuch aus Taiwan ist zu Gast in der Liebfrauenschule. Die deutschen Jugendlichen waren Ostern in Taiwan. Zwölf Schüler von der National Feng Shan Senior High-School lernen ein Stück Deutschland kennen. Von Bianca Treffer

Ein Sprachgemisch aus Englisch, Deutsch und Chinesisch ist in der Bibliothek der Liebfrauenschule zu hören. Deutsche und taiwanesische Schüler haben sich eingefunden und in den drei Sprachen läuft die lebhafte Verständigung. Das ist etwas, das Schulleiter Lothar Josten mit Freude beobachtet, als er zur offiziellen Begrüßung ansetzt, allerdings nicht in einem Sprachgemisch, sondern mit Übersetzungshilfe von Yasmin Jeng-Zeitz, die seit Jahren Chinesisch an dem Gymnasium unterrichtet. "Ich freue mich, dass es zum zweiten Mal mit dem Austausch geklappt hat, und kann feststellen, dass wir mit den Chips den internationalen Geschmack getroffen haben", bemerkt er lächelnd mit Hinblick auf die Tatsache, dass sowohl die Liebfrauenschüler als auch die Schüler der National Feng Shan Senior High-School die in Schälchen bereitgestellten Chips schon am frühen Morgen mit Begeisterung essen.

Die Stimmung ist locker und alle freuen schon auf den sich anschließenden Besuch im Freilichtmuseum mit Picknick. Der Gastbesuch aus Taiwan soll schließlich nicht nur das deutsche Schulsystem kennenlernen, sondern auch ein Stück Geschichte, Kultur und Tradition. Nachdem die Gymnasiasten, die an der Liebfrauenschule Chinesisch lernen, um Ostern herum für drei Wochen in Taiwan und Hongkong waren, läuft derzeit der Gegenbesuch. Wobei die zwölf Schüler der High-School seit einem Jahr Deutsch lernen und es für alle der erste Besuch in Deutschland ist. "Das gilt auch für mich. Ich habe mich sehr auf die Reise gefreut. Die Landschaft und die Architektur hier begeistern mich", schwärmt der begleitende Lehrer Jaijin Wu.

Der erste Eindruck war die Luft. "Die ist frisch. Es gibt hier so wenig Staub", sagt Melodie. Die Menschen seien sehr nett, aber Deutsch sei schon eine schwere Sprache, bemerkt Even. Gerade das R bereitet den Gastschülern Schwierigkeiten. Die komplexe Grammatik bezeichnet Chang als nicht gerade einfach. Bei den Liebfrauenschülern ist man hingegen der Meinung, dass Chinesisch zwar anders, aber nicht so schwer sei. "Gerade weil die chinesische Sprache kaum Grammatik aufweist und keine Artikel hat, kann man sie gut lernen. Man muss nur die Zeichen kennen und die Aussprache üben", sagt Leander, der seit sechs Jahren Chinesisch lernt. Es mache Spaß eine außergewöhnliche Sprache zu lernen, fügt Jette an. "Ich wollte immer nach China reisen, und da sollte man die Sprache ein wenig können", sagt Jacqueline. Neben Alltag in den Gastfamilien und Schulbesuch stehen bis zur Abreise am 9. September viele weitere Ausflüge auf dem Programm. So geht es unter anderem nach Düsseldorf, Xanten, Solingen und Oberhausen. "Ich freue mich am meisten auf das Paddeln auf dem Fluss", meint Even und hat dabei die die geplante Nierstour im Auge.

Sowohl die Liebfrauenschule wie auch die National Feng Shan Senior High-School gehören übrigens der Initiative "Schulen: Partner der Zukunft", kurz Pasch genannt, an, wobei die Gastschüler aus Taiwan in diesem Jahr einen Zuschuss von der Pasch-Stiftung gewonnen haben, mit dem sie den Austausch mitfinanzieren.

Quelle: RP
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