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Serie Beginn Der Fahrradsaison
Der Fahrradhelm - ein Lebensretter

Kempen. Radfahrer leben gefährlich auf den Straßen der Region - immer wieder gibt es tödliche Unfälle. Ein Helm schützt. Von Laura Schameitat

kreis viersen Was bei Kindern ziemlich selbstverständlich ist, ist leider für viele Erwachsene noch immer eine Ausnahme: das Tragen eines Fahrradhelms. "Das sieht doch nicht aus" oder "Da schwitzt man so am Kopf", sind beliebte Argumente gegen den Kopfschutz. Dabei kann ein Helm bei einem Unfall Leben retten oder zumindest schwere Gehirnschäden vermeiden. Die RP beantwortet die wichtigsten Fragen rund um den Lebensretter Fahrradhelm. Wie muss der Helm sitzen?

Das Wichtigste ist, dass der Helm richtig sitzt. Dazu sollte man am besten Helme verschiedener Hersteller anprobieren. Der Helm sollte nirgendwo drücken und trotzdem den Kopf an allen Kontaktstellen berühren. Fast alle Hersteller bieten zusätzliche Pads an, die vor Druckstellen schützen können. Der Klickverschluss sollte relativ mittig unter dem Kinn sitzen. Nach einem Sturz oder Unfall sollte der Helm unbedingt ausgetauscht werden. Auch wenn man ihm äußerlich kaum Schaden ansieht, ist er nach einem Sturz eventuell nicht mehr sicher. Welcher Helm für welchen Zweck?

Entscheidet man sich zum Kauf eines Helms, steht man in Fahrradgeschäften oft vor einer riesigen Auswahl. "Generell gilt: Je sportlicher der Einsatzzweck des Helms, desto mehr Belüftungsschlitze sollte er haben", sagt der Experte Hans Pfennings aus Mönchengladbach. Auch die Formen unterscheiden sich: Ein Helm für Radrennfahrer läuft vorne spitz zu, Mountainbike-Helme haben dagegen vorne oft einen Schirm und gehen am Hinterkopf weiter nach unten Richtung Nacken. Gibt es Abstufungen bei der Sicherheit? Die Sicherheitsstufe ist bei allen Helmen gleich. "Viele Hersteller produzieren ihre Helme mittlerweile so, dass sie sowohl den europäischen als auch den amerikanischen Standards entsprechen", sagt Pfennings. Der amerikanische Sicherheitsstandard ist noch höher als der europäische, die Anbieter unterwerfen sich also freiwillig strengeren Kriterien als es nötig wäre, um in Europa zu verkaufen. Gibt es optisch ansprechende Varianten? Wer es gerne etwas schicker hätte, kann zu einem Helm-Überzug aus Stoff greifen. Damit sieht der Helm dann fast aus wie eine Schiebermütze aus Tweed-Stoff. Neu sind Helme, bei denen in einer Klappe am Hinterkopf eine Regenhaube verstaut ist, die sich über den Helm ziehen lässt. "Das bieten mittlerweile eigentlich alle gängigen Hersteller", berichtet Pfennings. Auch eine Beleuchtung hinten am Helm wird immer beliebter. Gibt es Alternativen zum Helm? Neu und zurzeit lediglich bei einem Anbieter auf dem Markt erhältlich ist ein Airbag für den Kopf. Dabei trägt der Radler eine Art dicken Schal um den Hals, der sich bei einem Sturz aufpumpt und ein Kissen um den Kopf legt. Der Helm ist allerdings mit knapp 300 Euro noch recht teuer.

Quelle: RP
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