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Kempen
Der Stall von Bethlehem - ein Licht der Hoffnung

Kempen. Nun ist es wieder soweit. Das große Fest des weihnachtlichen Miteinanders ist da. Für manche eine wochenlange, für viele eine tagelange Vorbereitung auf ein, zwei Tage, an denen wir Menschen mit unseren Familien und Freunden ein schönes Zusammensein erleben wollen. Dabei dient vielen als Grundlage des Festes der Stall von Betlehem und das was sich dort vor etwa 2000 Jahren zugetragen hat. Gott ist Mensch geworden, geboren von einer Jungfrau namens Maria, die von ihrem Partner Josef begleitet wurde. Die Übernachtungsmöglichkeiten für Durchreisende waren in jener Zeit sehr begrenzt und so fanden die beiden kein Zimmer im Hotel oder einer Pension. Ihnen blieb in jener Nacht nur ein Stall mit Ochs und Esel. Bildlich wird es uns immer sehr romantisch und naturverbunden vorgestellt. Aber was für eine Gebärende mit ihrem Mann an innerer Unruhe, Angst und Erregung vorhanden war, vermag ich jetzt hier nicht in Worte zu fassen. Heute für uns ein völliges "No Go"! Jedoch wurde das neugeborene Kind im Stall, der kleine Jesus, zum Anziehungspunkt und Magneten für Viele. Nicht nur die Hirten fanden aufgrund des hellen Scheins des Morgensterns zur Krippe. Auch Reiche aus Ländern des Orients erreichten das Kind als den neugeborenen König der Welt und huldigten ihm. Von Johannes Quadflieg

Was solch ein Kind alles bewirken kann! Menschen suchen Halt, suchen Orientierung, hoffen auf Zukunft, auf ein menschenwürdiges Leben, auf einen neuen Anfang, auf mehr Barmherzigkeit von den Regierenden. Setzen alles auf die eine Karte: Den neugeborenen König des Friedens und der Barmherzigkeit zu finden. Weihnachten feiern wir diesen König, den menschgewordenen Gott, im unscheinbaren Stall von Betlehem, zu dem zuerst Hirten gelangten und ihn mit ihren einfachen Geschenken wie Milch, Käse, Brot und Lammfell vielleicht beschenkten. Weihnachten feiern wir, dass Gott uns Menschen wirklich als kostbare Geschöpfe auf dieser Erde in einem friedfertigen und barmherzigen Miteinander sehen möchte. Er will uns sagen: Ihr alle seid mir sehr wertvoll - egal welcher Herkunft! Und dieser Gott des Friedens, gleich welchen Namen wir ihm geben, ermutigt uns auch in dieser Weihnacht wieder, den friedlichen Aufbruch für ein solidarisches Leben in Gerechtigkeit und aus liebender Barmherzigkeit, anderen Menschen gegenüber zu leben.

Unser Gott ist in seinem Wesen ein Völker verständigender Friedensbote, der die Welt zum Leben gerufen hat. Er setzt gegen Mord und Terror, gegen Gewalt und Machtgier das Kind, das unsere Hilfe braucht. Er erleidet im Kind von Betlehem Vertreibung und Flucht, Obdachlosigkeit und Heimatsuche. Er zeigt im Kind aber auch die Verbundenheit und Standfestigkeit aus dem Glauben: Gott lässt uns nicht fallen, wenn wir einander barmherzig handeln, wo Menschen unsere Hilfe brauchen. So lädt uns der Stall von Betlehem auch in diesem Jahr wieder ein, das friedliche Miteinander der Menschen in unseren Familien und Nachbarschaften, in unseren Gemeinden und Ländern zu pflegen. Der Stall von Betlehem 2015 lädt uns alle ein, die Menschen am Rande unserer Gesellschaft, die eine neue Bleibe und Heimat suchen, nicht zu ignorieren, sondern vielmehr in diesen Menschen die Familie von Betlehem zu entdecken, die unser aller Hilfe braucht: den freundlichen Blick, die helfende Hand, den ermutigenden Gedanken und das herzliche Wort der Verbundenheit und des freundschaftlichen Miteinanders. Weihnachten lässt uns allen aus diesem Handeln heraus mehr als nur ein Licht der Hoffnung und des Friedens aufleuchten. Weihnachten ist das Fest für alle Menschen unserer Welt.

Quelle: RP
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