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Stadt Kempen
Derstappen ist seit 65 Jahren Priester

Stadt Kempen: Derstappen ist seit 65 Jahren Priester
Nach der Messe lud Pfarrer Theo Derstappen zu einem Empfang, den der Förderverein der Kapelle St. Peter organisiert hatte. FOTO: Norbert Prümen
Stadt Kempen. Sein Eisernes Priesterjubiläum feierte Pfarrer Theo Derstappen jetzt in der Kirche St. Josef in Kempen.

Viele Gäste füllten am Sonntag zur Feier des Eisernen Priesterjubiläums von Pfarrer Theo Derstappen die Kirche St. Josef. Darunter auch Mitglieder seiner früheren Gemeinden. In seiner Predigt erinnerte ein Mitbruder daran, dass Pfarrer Theo Derstappen auf den Tag genau gemeinsam mit weiteren 40 Priesteramtskandidaten das Versprechen geben habe "Ich bin bereit".

Dies hat er gehalten, eben auch sehr eisern in Zeiten, in denen das Priestertum und die Kirche vielerlei Wandel erlebten. Priester seien die Brücke zu Gott. Häufig würden sie in Zeiten der Not um Fürsprache gebeten. "Der Weg zu Gott führt immer über den Menschen." Dies sei eine Botschaft die Derstappen stets befolgte. Dabei sei er immer ein Mensch der stillen Töne gewesen. Das war ihm wichtiger als laute, leere Worthülsen. Seine große Liebe neben der Fürsorge und der Zuwendung zu den Menschen war immer die Liebe zur Gottesmutter. Kein Wunder, ist doch Derstappen in der Nähe von Kevelaer geboren. Das Beispiel Derstappens zeige, wie wichtig das Priestertum sei, gerade in den jetzigen Zeiten. Darum sollte die Gemeinde immer wieder für priesterlichen Nachwuchs, aber auch für Nachwuchs in sozialen Berufen beten.

Großes Lob gab es auch dafür, dass Derstappen ein Mann eisernen Willens ist. Selbst wenn er, wie es wohl unter Priester heißt, einmal ein "Stufengebet" gemacht habe, das heißt auf den Stufen zum Altar ausgerutscht und hingefallen, habe er sich nie lange geschont. So nimmt er bis heute seine Pflicht als Priester immer noch sehr ernst.

Mit den Klängen des Kirchenliedes von Dietrich Bonhoeffer, einem evangelischen Pfarrer im Widerstand gegen die Nazis, "Von guten Mächten wunderbar geborgen", verließ Derstappen unter dem Applaus der Gäste die Kirche. Bei einem kleinen Empfang, den der Förderverein der Kapelle St. Peter, wo der Pfarrer auch heute noch jeden Sonntag die Messe liest, ausgerichtet wurde, bestand viel Gelegenheit, dem Jubilar persönlich zu gratulieren.

(sr)
 
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