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Kreis Viersen
Die Bürger in der Region rüsten auf

Kreis Viersen. Die Zahl der Anträge für einen Kleinen Waffenschein nimmt derzeit rasant zu. Von Joachim Niessen

Viele Bürger im Kreis Viersen scheinen von den Schlagzeilen über Terror und Gewalt in den vergangenen Wochen verunsichert zu sein. Eine Konsequenz, die die Kreispolizei feststellt: Die Zahl der Anträge auf den Kleinen Waffenschein steigt. "Gab es im Jahr 2014 im Kreis Viersen insgesamt 74 Anträge auf einen Kleinen Waffenschein, waren es im Jahr 2015 schon 139. In den bisherigen Tagen des Jahres 2016 sind bereits 71 Anträge gestellt worden", sagt Antje Heymanns, Sprecherin der Kreispolizeibehörde.

Zu den möglichen Gründen dieser "Aufrüstung" kann und will sich die Behörde nicht äußern. Prinzipiell kann jeder Volljährige den Schein beantragen, persönliche Gründe werden nicht abgefragt. In der Regel erhalten nicht vorbestrafte Bürger das Papier.

Sogenannte Schreckschuss-, Reiz- und Signalwaffen dürfen Volljährige in Deutschland frei erwerben und ohne Genehmigung zu Hause aufbewahren. Wer die Waffen in der Öffentlichkeit trägt, braucht allerdings den Kleinen Waffenschein, sonst liegt eine Straftat vor.

Allerdings: Auf öffentlichen Veranstaltungen wie Demonstrationen oder auch Silvester- und Straßenkarnevalspartys, bei Fußballspielen oder auf Märkten, darf die Waffe trotz des Kleinem Waffenscheins nicht getragen werden. Übrigens: Auch ohne Kleinen Waffenschein können "Pfeffersprays" mitgeführt werden - dies gilt schon für 14-Jährige. Entscheidend ist bei diesen Sprays das Siegel "PTBr" der Bundesanstalt.

Quelle: RP
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