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Stadt Kempen
Die CTG im Zeitraffer: 1961 entsteht der neue Name

In der langen Geschichte der Casino Tennisgesellschaft sind die folgenden Jahre wegweisend:

1806: Kempen gehört zu Frankreich. Der Kreisarzt Dr. Heinrich Kauerz und Peter Josef Bister, Leiter der Sekundarschule im ehemaligen Franziskanerkloster, gründen die Gesellschaft zur Förderung der Geselligkeit. Sinn und Zweck war die "Pflege des gesitteten Umgangs und des anständigen Vergnügens". Versammlungsort ist das Haus Krahé an der Mülhauser Straße. Man tagt auch am Markt im Gasthof Keuter (heute Heiliggeistkapelle).

1841: Die "geschlossene Gesellschaft" nimmt den Namen "Casino" an. In den Statuten steht zum Beispiel, dass das Tabakrauchen bei Bällen und Konzerten im Saal nicht gestattet ist. Die Statuten werden vom Landrat Förster genehmigt.

1896: Das Vereinsleben in Kempen erlebt einen wahren Boom. Die meisten Vereine sind nach der französischen Revolution von 1848/49 entstanden. Nur das Casino und die alte Bruderschaft sind älter.

1899: Am Hessenring wird ein Grundstück für den Neubau eines Clubhauses gefunden. Es kommt zur Vereinigung der beiden Gesellschaften "Casino" und "Leseverein". Beide Gruppen einigen sich auf den Namen "Casino".

1907: Das Grundstück wird für den Bau des Tennisplatzes erweitert.

1945: Das Clubhaus wird von der Stadtverwaltung beschlagnahmt und mit Flüchtlingen zwangsbelegt. Vier Jahre später erhält der Verein das Haus zurück.

1954: Zwei weitere Plätze entstehen. Um öffentliche Mittel zur Sportförderung zu bekommen, wird der CTC-Casino-Tennisclub gegründet.

1961: Dank der Initiative des CTC-Vorsitzenden Bernd Janssen wird aus dem CTC und der Casino Gesellschaft am 22. April die Casino Tennis-Gesellschaft.

1972: Dr. Jan te Neues, der 2014 für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde, übernimmt den Vorsitz. Aufgrund der schlechten Finanzlage erarbeitet der Vorstand verschiedene Lösungsmöglichkeiten. 1. Renovierung des vorhandenen Clubhauses. 2. Neubau eines Clubhauses auf dem hinteren Gelände und Verkauf des vorderen Teils mit Anbauten. 3. Verkauf der gesamten Anlage und Neubau im Sportzentrum.

1973: Ein Teil des Gebäudes am Hessenring wird an die Stadt für ein Jugendzentrum vermietet. Der Tennissport bleibt davon unberührt. Die Zahl der Meden-Mannschaften nimmt zu. Ein Kaufmann mit dem Namen Horten ist auf der Suche nach einem geeigneten Gelände für ein Warenkaufhaus und hat das Casino-Gelände im Auge.

1975: Im Juli wird der Vorstand beauftragt, die Anlage am Hessenring zu verkaufen und im Sportzentrum eine neue Tennisanlage zu bauen.

1976: Das Architektenbüro Ruland und Stelzer geben die vier neuen Tennisplätze an der Straelener Straße frei. Das Clubhaus nebst Wohnung wird im September eröffnet.

1980: Der Bau des fünften Platzes wird beschlossen.

(JH)
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