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Stadt Kempen
Die Denkfabrik feiert - 20 Jahre TZN in Kempen

Stadt Kempen: Die Denkfabrik feiert - 20 Jahre TZN in Kempen
Das Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein ist seit 20 Jahren am Industriering Ost in Kempen beheimatet. FOTO: KN
Stadt Kempen. Das Technologiezentrum Niederrhein in Kempen feierte gestern sein 20-jähriges Bestehen mit rund 100 geladenen Gästen aus der Region. Von Jürgen Karsten

Erste Pläne, im Kreis Viersen ein Innovationszentrum zu schaffen, gab es bereits 1988. Im November 1993 wurde der Grundstein gelegt, im Juni 1994 war Richtfest und im Jahr 1995 kam es zur Gründung der "Technologie- und Gründerzentrum Niederrhein GmbH" (TZN) in Kempen. Es war damals das letzte vom Land NRW geförderte Technologiezentrum, denn danach zog sich das Land aus dieser Art der Wirtschaftsförderung zurück. Gestern feierte das TZN mit einem Festakt sein 20-jähriges Bestehen. Landrat Peter Ottmann brachte es in seiner Begrüßung auf den Punkt: eine Erfolgsgeschichte, aber auch eine Historie mit Höhen und Tiefen. In den vergangenen vier Jahren ist das TZN unter der Geschäftsführung von Dr. Thomas Jablonski wieder aufgeblüht. Welchen Stellenwert die Denkfabrik am Industriering Ost hat, wird auch daran deutlich, dass rund 100 Gäste aus den Bereichen Unternehmerschaft, Hochschulen, Politik und Verwaltung zu der Feierstunde kamen.

"Fantasie und Mut sind der Motor des Fortschritts", dieses Zitat des amerikanischen Erfinders Thomas A. Jefferson lasse sich auch auf das TZN anwenden, sagte der Landrat. Längst sei das Gründerzentrum zu einer Marke in der Region geworden. Es gehe sowohl um Existenzgründungen als auch um den nicht minder wichtigen Bereich des Technologietransfers. Diesen beiden Zielen sei das TZN seit zwei Jahrzehnten verpflichtet. Die 100-prozentige Tochter der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen habe aber weit mehr als diese beiden Ziele verfolgt: Vor allem das Forum Mittelstand Niederrhein, wie die Patentberatung, die Bestandssicherung und Kooperation mit den Hochschulen gehörten zur Erfolgsgeschichte des TZN. Ausdrücklich dankte Ottmann dem rührigen Förderverein des TZN, der vieles finanziell erst ermöglicht habe.

Sprachen beim Festakt zum 20-jährigen Bestehen des TZN (von links): Volker Rübo, Dr. Bertram Dressel, Prof. Dr. Hans-Henning von Grünberg, Peter Ottmann und Thomas Jablonski. FOTO: Wolfgang Kaiser

Kempens Bürgermeister Volker Rübo betonte in seinem Grußwort den Stolz der Stadt auf diese "bis heute unverzichtbare Einrichtung". Das TZN sei seit zwei Jahrzehnten "ein Wahrzeichen für innovatives Unternehmertum". "Aktive und moderne Wirtschaftsförderung werde im TZN betrieben, in die erhebliche finanzielle Mittel geflossen seien, betonte in seinem Glückwunsch der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Viersen, Peter Hauptmann. Das TZN sei ein wichtiger Ratgeber und Geburtshelfer der jungen Firmen.

Dr. Bertram Dressel, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Innovations-, Technologie- und Gründerzentren, erinnerte an die erste Gründung eines derartigen Zentrums weltweit: im Jahre 1959 im Staat New York, Anfang der 1980er Jahre kamen dann die ersten Zentren in Deutschland auf. Er nannte die Ziele Infrastruktur aufbauen, Beratung und Coaching sichern, Innovation fördern sowie Kapital zur Gründung und Bildung als wichtige Ziele der Arbeit. Der Innovationstransfer sei über eine enge Kooperation mit den Hochschulen bedeutsam. "Hier arbeiten Netzwerker mit Leidenschaft und ohne diese Leidenschaft geht es auch nicht", betonte Dressel. Das TZN sei eine Perle: "Pflegen Sie sie", forderte der Präsident.

Dass die Kooperation mit den Hochschulen bestens klappt, bestätigte Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg, der Präsident der Hochschule Niederrhein. Das TZN sei ein gemeinnütziger Netzwerker und helfe, junge Leute mit dem nötigen Wissenstransfer auf den Beruf vorzubereiten.

TZN-Geschäftsführer Dr. Thomas Jablonski freute sich über das große Interesse der Unternehmer und Hochschulprofessoren an der Zusammenarbeit mit dem TZN. Er versprach, auch in Zukunft weiter "kräftig zu netzwerken" und Projekte und Ideen einzubringen.

Quelle: RP
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