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Stadt Kempen
Die ersten Kempener Familienpaten stehen in den Startlöchern

Stadt Kempen: Die ersten Kempener Familienpaten stehen in den Startlöchern
Christiane Koesters war Anfang November erstmals mit einem Info-Stand auf dem Buttermarkt. FOTO: SkF
Stadt Kempen. Das vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) gemeinsam mit dem Kempener Jugendamt entwickelte Projekt ist gut angelaufen.

Schlaflose Nächte, Berge von Wäsche, ein schreiendes Kind oder der kleine Trotzkopf, der an den Nerven zerrt - Alltagsprobleme, die Eltern mit kleinen Kindern nur zu gut kennen. Schön, wenn dann die Oma da ist, sich ums Kind kümmert, den ein oder anderen Tipp und Kniff bereit hält und Mama oder Papa verschnaufen können. Wenn Angehörige, Freunde und Nachbarn aber nicht zur Stelle sein können, selber noch berufstätig sind oder weit weg wohnen, springen lebenserfahrene und einfühlsame Frauen und Männer ehrenamtlich ein.

"Die ersten Patinnen haben erfolgreich die Schulungen zum Familienpaten abgeschlossen. Sie haben sich in der Gruppe zu Themen wie Säuglingsernährung, Kinderkrankheiten, Erste Hilfe, Kindeswohl und Frühe Hilfen in Kempen ausgetauscht", berichte die Koordinatorin für die Familienpatenschaften in Kempen, Christiane Koesters.

Mit ihrem neu gewonnenen und aufgefrischtem Wissen möchten die ehrenamtlichen Familienpaten Kempener Familien mit mindestens einem Kind bis drei Jahre unterstützen, die wenig Hilfe durch Familie, Freunde oder Nachbarn erfahren. "Die Paten freuen sich darauf, ein bis drei Stunden in der Woche einer Familie oder Alleinerziehenden Zeit zu schenken", so Christiane Koesters, die beim SkF Ansprechpartnerin ist sowohl für Familien, die Hilfe suchen, als auch für Bürger, die sich ehrenamtlich als Paten engagieren möchten. Die Diplom-Sozialpädagogin schult zusammen mit anderen Fachkräften die ehramtlichen Paten und bietet regelmäßig Treffen der Paten zum Austausch und zur Fortbildung an.

Die Palette von Hilfen reicht nach Angaben von Christiane Koesters von der Betreuung des Kindes, gemeinsamen Ausflügen auf den Spielplatz, Ansprechpartner sein für Eltern bis hin zur Begleitung von Arztbesuchen oder Behördengängen. "Die Art der Unterstützung besprechen die Familien und Paten gemeinsam", sagt Christiane Koesters.

Das Projekt ist ein weiteres Angebot im Rahmen der so genannten Frühen Hilfen und soll Familien bei alltäglichen Problemen entlasten und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Für Familien und Paten entstehen keine Kosten, wenn sie das Angebot wahrnehmen.

Seit November informiert Christiane Koesters an jedem ersten Freitag im Monat (ausgenommen im Januar und Februar) von 10 bis 12 Uhr über das Projekt an einem Infostand auf dem Kempener Buttermarkt. Neben dem Einkauf auf dem Wochenmarkt können Interessierte und Familien sich über das Angebot informieren. Der nächste Stand ist für den kommenden Freitag, 2. Dezember, geplant.

Wünschen sich Eltern einen Familienpaten oder möchten Bürger sich ehrenamtlich für Familien engagieren, dann können sie sich an Christiane Koesters beim Sozialdienst katholischer Frauen in Kempen (Ellenstraße 29) wenden. Sie ist dort erreichbar telefonisch unter der Rufnummer 02152 2387 oder per-E-Mail an: c.koesters@skf-kempen.de. Ihre Sprechzeiten sind im Skf-Büro montags und donnerstags jeweils von 10 bis 12 Uhr.

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