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Stadt Kempen
Die ersten Rohbauten stehen schon

Stadt Kempen: Die ersten Rohbauten stehen schon
Unmittelbar am Lärmschutzwall entsteht im Neubaugebiet "An der Kreuzkapelle" derzeit dieses Einfamilienhaus, dessen Rohbau fast fertig ist. FOTO: Kaiser
Stadt Kempen. Im letzten Abschnitt des Baugebietes "An der Kreuzkapelle" im Kempener Süden sind die Baufirmen bereits aktiv. Der Lärmschutz soll im Herbst fertig gestellt werden. Im zweiten Bauabschnitt werden derzeit die Straßen ausgebaut. Von Willi Schöfer

Das Neubaugebiet an der Kreuzkapelle im Kempener Süden entwickelt sich immer weiter. Derzeit wird im dritten und letzten Bauabschnitt an der Isaal-Kounen-Straße gebaut. Hier sind insgesamt 46 Baugrundstücke für frei stehende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften sowie vier Grundstücke für Mehrfamilienhäuser entstanden. Mit dem Bau der ersten Häuser wurde bereits begonnen.

Von den Grundstücken für die vier Mehrfamilienhäuser gehörten ursprünglich zwei der Stadt Kempen. Diese wurden an einen privaten Investor verkauft. "In diesen Häusern sollen jeweils acht Wohneinheiten entstehen", sagt Kirsten Pfennings von der Pressestelle der Stadtverwaltung.

Anfangs seien, so führt Kirsten Pfennings weiter aus, 16 Doppelhaus-Grundstücke und fünf Grundstücke für die frei stehenden Einfamilienhäuser im Eigentum der Stadt Kempen gewesen. Diese Grundstücke haben man aber ausnahmslos in den vergangenen Monaten an private Interessenten verkauft.

Die Kanäle, Versorgungsleitungen und die Baustraße sind seit Februar dieses Jahres für diesen dritten Bauabschnitt fertiggestellt. Es ist vorgesehen, den Endausbau der Straße in 2019 zu beginnen, dies hänge aber vom Baufortschritt der privaten Bauherren ab.

Um die Häuslebauer und Mieter im neuen Wohngebiet gegen Verkehrslärm zu schützen, ist buchstäblich ein hoher Aufwand erforderlich, da der Bereich im Osten an die viel befahrene St. Töniser Straße und im Süden an den noch stärker frequentierten Kempener Außenring (Bundesstraße 509) grenzt. Die Leiterin des Grünflächenamtes, Patrica Schürmann, erklärt dazu: "Parallel zum Kempener Außenring bis zur Kreuzung B 509/St. Töniser Straße wurde der vorhandene Erdwall mit einer Höhe von etwa 5,50 Meter über Gelände und einer Fußbreite von 15 bis 25 Meter fortgesetzt. Am Kreuzungsbereich entsteht eine Wall-Wand-Kombination, bei der zunächst eine 2,50 Meter hohe Wand auf einen etwa drei Meter hohen Erdkörper errichtet wird.

Im weiteren Verlauf des Lärmschutzbauwerkes entlang der St. Töniser Straße nimmt die Höhe des Erdwalls stetig ab beziehungsweise geht dann über in eine reine Lärmschutzwand. Und etwa 100 Meter stadteinwärts hinter dem Kreuzungsbereich reduziert sich die Höhe der Lärmschutzwand stufenweise von 5,50 Meter auf drei Meter." Grundlage für den Lärmschutz waren die Vorgaben eines schalltechnischen Gutachtens, das die Stadt bei einer Fachfirma in Auftrag gegeben hatte. Patricia Schürmann ergänzt, dass die Böschungsflächen des Erdwalls mit verschiedenen Wildgehölzen bepflanzt werden. An den Lärmschutzwänden seien bereits Klettergehölze, zum Beispiel Efeu, gepflanzt, weitere Pflanzen werden noch gesetzt. Insgesamt ist das Lärmschutzbauwerk 270 Meter lang, davon ist der reine Erdwall 80, die Wall-Wand-Kombination 70 und die reine Lärmschutzwand 120 Meter lang. Für den Erdwall waren etwa 8000 Kubikmeter Erde erforderlich. Der Erdwall soll im September fertig gestellt sein, so dass es dann im Oktober mit der Errichtung der Lärmschutzwand auf dem Wall weitergehen kann. Im Anschluss dann folgt die restliche Bepflanzung.

Im zweiten Bauabschnitt an der Selma-Bruch-Straße und am Alten Prozessionsweg hatte die Firma Lücker aus Viersen im Mai mit dem Straßenendausbau begonnen. "Die Fertigstellung ist für Ende November geplant", erklärt Kirsten Pfennings. Dabei muss eine Fläche von 780 Metern gepflastert werden. Außerdem wird noch Asphalt auf einer Restfläche von 210 Metern aufgebracht.

Das Straßenpflaster ist derzeit etwa zur Hälfte fertig. "Das süd-östliche Teilstück der Selma-Bruch-Straße wird in dieser Woche für den Verkehr freigegeben", erklärt Kirsten Pfennings. Der Rest befände sich im Bau. In dieser Woche soll ferner mit der Asphaltdecke begonnen werden.

Quelle: RP
 
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