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Stadt Kempen
Die Firma Rox aus Kempen vermisst seit 40 Jahren

Stadt Kempen. Der vielstimmige Chor der Mitarbeiter sang den Ohrwurm "Atemlos" von Helene Fischer. Dieser hieß aus besonderem Anlass "Grenzenlos" und war leicht abgewandelt: "Wir ziehen grenzenlos durch das Feld, wo ist der Riss, der uns erhält ..." Das Ständchen galt ihrem Chef: Vermessungsingenieur Heinz-Josef Rox feierte bei einem Sommerfest den 40. Firmengeburtstag.

Heinz-Josef Rox war inmitten seiner Ingenieure, Techniker und den Familienangehörigen gut drauf. Nach dem Essen sagte schmunzelnd der 69-Jährige in lockerer Runde, darunter auch Kempens Vize-Bürgermeister Otto Birkmann: "Ich mache lange noch nicht Schluss, will bis 85 arbeiten, so wie es mir die Schauspielerin Marianne Koch vorgemacht hat ..."

Eigentlich ist es eine Dreier-Societät, die jetzt die Geschicke des Unternehmens an der Heinrich-Horten-Straße 1 leitet. Dazu gehören Bernhard Mertens (50, Vorst) und der Sohn des Jubilars, der 34-jährige Thomas Rox.

Begonnen hatte aber alles in einer privaten Wohnstube an der Robert-Koch-Straße in Kempen, in dem Heinz-Josef Rox im November 1975 mit seiner Selbstständigkeit begann. Er hatte sich nach dem erfolgreichen Studium der Geodäsie für den Beruf eines Vermessers entschieden. "Ich wolle meine Freude an Technik und Mathematik mit einer Tätigkeit unter freiem Himmel verbinden", begründet er. Viele Jahre später sollte es ihm aus ähnlichen Gründen sein Sohn Thomas nachmachen, der sich außerdem auf dem Gebiet der Stadtplanung und Immobilienbewertung spezialisierte.

Mehrmals wurde der Standort gewechselt, gingen Aufträge und Mitarbeiterstab kontinuierlich in die Höhe. Waren es anfangs zwei feste Mitarbeiter, sind es derzeit 20. Seit 1999 ist das Unternehmen an der Heinrich-Horten-Straße 1. Unter einem Dach mit der Firma Geotechnik, für deren Gründung 1979 ebenfalls Heinz-Josef Rox verantwortlich war und nach wie vor Mit-Inhaber ist. Geotechnik kümmert sich unter anderem für Versorgungsunternehmen um das Leitungskataster oder um die Fernmeldetechnik.

Die drei Vermessungsingenieure haben mittlerweile mit den Mitarbeitern im gesamten Rheinland ihre Spuren hinterlassen und ihre "Claims" abgesteckt. Sei es für neue Wohngebiete, so erst kürzlich beim letzten Bauabschnitt an der Kreuzkapelle in Kempen, oder für den privaten Häuslebauer.

Zahlreiche langjährige Mitarbeiter kamen zum Fest. So Günter Eckert (63), seit vier Jahrzehnten Vermessungstechniker. Außerdem frühere dort tätige studentische Hilfskräfte oder Auszubildende. Im Laufe der Zeit hat Heinz-Josef Rox 54 junge Leute als Techniker ausgebildet, derzeit sind es vier. Eine informative Chronik zum Fest hatte Historikerin Maria Schubert erstellt, die Ehefrau von Thomas Rox.

(schö)
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