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Stadt Kempen
Die Kempener Feuerwehr fuhr im vergangenen Jahr 317 Einsätze

Stadt Kempen: Die Kempener Feuerwehr fuhr im vergangenen Jahr 317 Einsätze
Sehr lang war die Liste der Übernahmen, Beförderungen und der Jubilare. Für ihre 60-jährige Mitgliedschaft wurden Heinz Lukas, Hans Borghs und Heinz Lankes geehrt. FOTO: Norbert Prümen
Stadt Kempen. Um weiterhin für Nachwuchs zu sorgen, soll in diesem Jahr eine Kinderwehr aufgebaut werden. Von Manfred Baum

Vollbesetzt war am Freitag das Forum in St. Hubert, wo die Jahresversammlung der Gesamtwehr der Stadt Kempen stattfand. Deren Leiter, Franz-Heiner Jansen, blickte auf ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück und meinte gleichwohl: "Wir dürfen uns nicht ausruhen, denn auch in Zukunft wird Nachwuchs benötigt."

So soll neben der Jugendwehr (derzeit 22 Mitglieder) in diesem Jahr auch eine Kinderwehr aufgebaut werden. Kempens Bürgermeister Volker Rübo bescheinigte den Blauröcken, dass sie in der Thomasstadt den Menschen "ein Sicherheitsgefühl vermitteln" und dafür "jede Menge Freizeit opfern". Rübo weiter: "Dazu benötigt man auch Familien, die das Ehrenamt unterstützen." Die knapp 300 Feuerwehrleute in der Thomasstadt leisteten im vergangenen Jahr stattliche 21.478 Arbeitsstunden, worin die Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene noch nicht einmal berücksichtigt sind. Es gab 91 Brandeinsätze - drei weniger als im Jahr 2015. Bereits im zweiten Jahr in Folge gab es eine deutliche Steigerung bei den Hilfeleistungen (164), wohl auch bedingt durch die Wetterlage im Juni 2016. Die Kempener Wehr fuhr 2016 insgesamt 317 Einsätze. Wörtlich meinte Rübo: "Für den Neubau in Schmalbroich steht die Ampel auf Grün." Wehrleiter Franz-Heiner Jansen ließ die RP wissen, dass die Schmalbroicher Feuerwehrleute (sie bilden die zweitgrößte Einheit in der Gesamtwehr Kempen) für die Zeit des Abrisses des jetzigen Gerätehauses und des Neubaus (die Fertigstellung ist für August 2018 geplant) bei zwei Schmalbroicher Landwirten unterkommen werden. Und schmunzelnd fügte er hinzu: "Das ist eben Schmalbroich."

Der Umbau und die Sanierung des Gerätehauses im Bergdorf Tönisberg soll noch vor Ostern dieses Jahres abgeschlossen sein, so Dezernent Hans Ferber, der sich "vor Ort umgeschaut hatte". Dank und Anerkennung sprach auch Ferber den Wehrleuten aus - unter anderem für die gute Zusammenarbeit bei der Erstellung des Brandschutzbedarfsplanes, der bereits die Zustimmung der Bezirksregierung Düsseldorf gefunden hat. Geschaffen werden soll noch ein Personalentwicklungskonzept für die Wehr. Der Brandschutzbedarfsplan müsse erst 2018 vorgelegt werden, so Kreisbrandmeister Riedel.

Die Mitgliederzahl sank gegenüber dem Vorjahr um 17 Feuerwehrleute auf jetzt 292. Doch Franz-Heiner Jansen beruhigte sogleich: Es bestehe kein Grund zur Sorge, denn in diesem Jahr 2017 habe es bereits zahlreiche Neuaufnahmen gegeben. Von den 292 Wehrangehörigen sind 274 Männer und 18 Frauen. Mit 6,2 Prozent weiblicher Mitglieder liegt die Kempener Wehr unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. 48 Mitglieder gehören der Ehrenabteilung an. Im Kendeldorf St. Hubert sind es bereits 28 Prozent, die der Ehrenabteilung angehören.

Quelle: RP
 
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