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Stadt Kempen
Die Kempener haben schon viel geholfen

Viele Kinder haben überhaupt keine Schulbildung, weil sie arbeiten müssen. Dank der Hilfe hat sich viel verändert.

Im Jahr 2004 wurde auf Initiative einer Studentin ein Kinderhort für Kinder auf dem Großmarkt von Asuncion gegründet. Hier haben Kinder, deren Eltern auf oder rund um den Großmarkt arbeiten, eine Anlaufstelle, wo sie in Ruhe ihre Schulaufgaben machen können, eine geregelte gesunde Mahlzeit erhalten und einfach mal spielen können.

Denn die Eltern der Kinder haben durch ihre Arbeit keine Zeit für die Kinder. Meist verfügen sie über nur wenig oder gar keine Schulbildung. Einige der Kinder müssen ihren Eltern helfen - zum Beispiel indem sie beim Aussortieren von noch brauchbarem Obst oder Gemüse helfen. Sie müssen recycelbares Material wie Plastik, Papier oder Obstkisten sammeln. Oft sind es Kinder von alleinerziehenden Müttern oder Kinder, die bei Verwandten wohnen, weil die Eltern in anderen Städten oder im benachbarten Argentinien arbeiten.

Unterstützt wird die Initiative von der Kempener Pro-Paraguay-Initiative sowie vom Kindermissionswerk der Sternsinger zu gleichen Teilen. Die Pro-Paraguay-Initiative erhält dabei zum Beispiel Unterstützung von einem großen schwedischen Möbelkonzern. Die dort angebotene Bio-Limonade wird mit Rohzucker aus Paraguay hergestellt. Vom Verkaufserlös fließen wiederum fünf Cent pro verkaufter Flasche an soziale Projekte, eben auch die Kempener Pro-Paraguay-Initiative.

Auch die Schüler wollten etwas für das Projekt tun. Aufgrund der langen Reisezeit durften sie mehr Gepäck als andere Reisende mitnehmen. Also hatten sie neben dem eigenen Koffer auch noch jeweils einen Koffer mit Stofftieren, Spielen und Schulmaterialien für die Kinder im Hort dabei. Das gesamte Material stammt aus Spenden.

(sr)
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