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Gemeinde Grefrath
Die Matthias-Kapelle wird 25 Jahre alt

Gemeinde Grefrath. Die Matthias-Schützen sind die einzige Grefrather Bruderschaft mit einer eigenen Kapelle. Besonderheit ist die Ehrentafel für die verstorbenen Mitglieder. Der Schuffelclub kümmert sich um das Umfeld. Von Manfred Baum

Runden Geburtstag feiert ein Kleinod, auf das die Mitglieder der Schlibecker St.-Matthias-Schützenbruderschaft stolz sind. Es ist die Matthias-Kapelle auf der Anhöhe (Mühlenberg) in der Honschaft Heitzerend, die nordwestlich der Honschaft Schlibeck liegt. Die Kapelle wurde in Eigenleistung der Bruderschaft vor 25 Jahren errichtet. Viele kleine Spenden halfen dabei. Sie ist schon weitem sichtbar, wenn man in Richtung Hinsbeck fährt und ist fast wie ein kleiner Leuchtturm für die Grefrather Bürger. Am besten radelt man zur Kapelle in unmittelbarer Nähe des Reitstadions und Clubheimes des Reiterverein Graf Holk. Er und die Matthias-Schützen stehen sich sehr nahe und machen beim Maibaumsetzen und beim großen Sommerturnier seit Jahren gemeinsame Sache.

Wer Ruhe sucht, der findet sie nicht nur in der Kapelle, sondern auch an der Kapelle, wo eine Bank zur Rast einlädt. Bevor die Kapelle auf dem Grundstück des früheren Bürgermeisters und Brudermeisters Willy Lommetz gebaut wurde, gab es im Vereinslokal Gartz in Schlibeck innerhalb des Vorstandes und bei der Mitgliederversammlung der Bruderschaft lebhafte Diskussionen über den Standort. Die Diskussion muss man verstehen, denn die Mitglieder kamen früher überwiegend aus der Großhonschaft Schlibeck Dazu gehörten die Bauernschaften Heitzerend, Hübeck, Schlibeck, Schaphausen und Schattenhöfe. Viele Mitglieder der Bruderschaft kämpften für den Standort in der Großhonschaft Schlibeck. Schließlich einigte man sich auf den jetzigen Standort, verbindet er doch die Bauernschaften und liegt sozusagen in der Mitte der einstigen Großhonschaft. Eine große Spende gab es von einem Brudermeister aus Süchteln, der Architekt war und die Kapelle plante. Der ehemalige Grefrather Karnevalsprinz und FDP-Ratsherr Jochen Stockbrink errichtet als Dachdeckermeister kostenlos das schieferne Kapellendach mit dem kleinen Turm. Bis zum heutigen Tag gibt es bei der Sparkasse Krefeld noch ein Kapellenkonto der Bruderschaft.

Alljährlich findet kurz vor dem Beginn der Sommerferien eine Wald- und Wiesenmesse an der Kapelle statt, zuletzt am 21. Juni. Wer einen Blick in die Kapelle, die tagsüber geöffnet ist, wirft, findet nicht nur eine Bank zum Gebet und geschnitzte Heiligenfiguren, sondern auch eine große Ehren-und Erinnerungstafel für die verstorbenen Mitglieder der Bruderschaft. Beim Tod eines Bruderschaftsmitglieds wird die Glocke der Kapelle geläutet.

Mitglieder der Bruderschaft und Anwohner des Heitzerend betreuen die Kapelle bis auf den heutigen Tag. Das Umfeld ist Sache des eigens gegründeten Schuffelclubs.

Der Standort der Kapelle hat auch eine geschichtliche Bedeutung. Dort, wo die Kapelle heute steht, stand bis zum Brand im Jahre 1890 eine alte Windmühle. Nach dem Brand wanderten die Eigentümer in die USA aus.

Quelle: RP
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