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Serie Menschen In Grefrath
Die Menschen liegen ihr am Herzen

Kempen. Pfarrerin Barbara Münzenberg ist eine Frau mit ganz viel Herz, Charme und Sachverstand, die längst in Grefrath angekommen ist. Ihr Vater war der erste evangelische Pfarrer in der Niersgemeinde. Von Manfred Baum

Dass die gebürtige Krefelderin Barbara Münzenberg seit 2013 in Grefrath Pfarrerin ist, ist ein wahrer Glücksfall für die knapp 2700 Mitglieder der Evangelischen Kirchengemeinde. In nur drei Jahren ist sie eine feste Größe geworden, nicht nur in der Kirchengemeinde. Sie ist eine Frau mit ganz viel Herz, mit Charme und mit Sachverstand. Sie kommt bei den Menschen an und versteht die Menschen.

Als ihr Vater Theodor im Jahre 1961 zum ersten Grefrather Pfarrer gewählt wurde und im September 1961 seinen Dienst antrat, war Barbara Münzenberg noch nicht auf der Welt. Sie wurde im Jahr 1964 in Krefeld geboren. Ihr Vater verließ Grefrath 1967, so dass sie in Kamp-Lintfort aufgewachsen ist, wohin Theodor Münzenberg damals wechselte. Dort hat Barbara Münzenberg auch ihr Abitur gemacht und wollte zunächst eigentlich Tierärztin werden. Doch dann entschied sie sich, Evangelische Theologie zu studieren, und zwar in Bonn und Tübingen. Zwischen 1993 und 1995 absolvierte Barbara Münzenberg ihre Ausbildung als Vikarin. Sie war danach Pastorin im Sonderdienst und Pfarrerin am Berufskolleg in Krefeld.

Als sie 2013 die Nachfolge von Hartmut Boecker antrat, war das nicht einfach. Sie kam in einer nicht einfachen Zeit nach Grefrath, denn das Bauvorhaben Kindergarten hatte einige Unruhe in die Gemeinde gebracht. Doch Münzenberg brachte sehr schnell und mit der nötigen Ruhe die Kirchengemeinde wieder in ein ruhigeres Fahrwasser, so dass sie längst wieder eine Einheit ist, die stabil und gestärkt in die Zukunft blickt. Das Presbyterium ist auch wieder vollständig zusammen nach der letzten Wahl im Frühjahr.

Münzenberg blickt zurück auf ihre Einführung in der Oedter Versöhnungskirche vor drei Jahren und meint: "Ich bin sehr freundlich empfangen worden." Als ihr Vater in Grefrath Pfarrer war, hatte die Kirchengemeinde gut 400 Mitglieder weniger. In seine Zeit als Pfarrer fiel die Anschaffung und Einweihung der Glocken in den beiden Kirchen in Grefrath und Oedt im Dezember 1962, ebenso der Erwerb des Grundstückes für den Bau des neuen Pfarrhauses in Grefrath.

Das Hobby Münzenbergs ist eng verbunden mit ihrem ersten Berufswunsch, Tierärztin zu werden. Sie reitet gern und hat zwei Pferde. Seit Kindheitstagen liebt sie den Reitsport. Das ist zum einen Bruni, das fünf Jahre alte Islandpony, und Bonny, ein 23 Jahre altes Pony, das jedoch nicht mehr geritten wird. Hinzu kommt noch Mischlingshund Dario, der sehr genau drauf achtet, dass das Grundstück am Pfarrhaus kein Unbefugter betritt.

Sie freut sich, dass in ihrer Kirchengemeinde Grefrath die "After-Work-Gottesdienste" gut angenommen werden. "Man muss die neuen Herausforderungen der Zeit annehmen und sich stellen", sagt sie im Gespräch mit der Rheinischen Post. Mit Blick auf Investitionen in den Kirchen stellt sie fest, dass man in den kommenden Jahren die Gebäude erhalten möchte.

Quelle: RP
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