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Gemeinde Grefrath
Die Schule an der Dorenburg hat sich mächtig entwickelt

Gemeinde Grefrath. Über die Vorlage zum Landesprojekt "Gute Schule 2020" wurde am Dienstagabend im Schulausschuss nicht diskutiert, denn CDU, SPD und Grüne meldeten Beratungsbedarf an. Jochen Monhof (SPD) betonte aber, dass dieses Thema die Politik noch länger beschäftigen werde.

Der Grund: Zum einen erhält Grefrath in den kommenden Jahren mehr als 600.000 Euro an Landesmitteln, zum anderen haben beide Schulen verschiedene Maßnahmen angemeldet. Die Schule an der Dorenburg möchte westlich der ehemaligen Volksschule einen Neubau, die Grundschule hätte gern ein Atrium. Schaut man auf die Zahlen der Schüler, so hat sich vor allen Dingen die Schule an der Dorenburg mächtig entwickelt. Gab es zu Zeiten der Hauptschule gerade mal 240 Schüler, so sind es jetzt, so Wolfgang Linke (Gemeinde Grefrath) 549. Das hat eben räumliche Folgen. 472 Schüler sind es an der Grundschule, davon 307 am Schulstandort Alt-Grefrath. Über 1200 Schüler werden an der Mülhausener Liebfrauenschule unterrichtet.

Schulleiter Lothar Josten nutzte die Gelegenheit, um nochmals um die Zahlung von 30.000 Euro (freiwilliger Zuschuss der Gemeinde) zu bitten, denn die Liebfrauenschule bekomme als Privatschule nur 94 Prozent der Kosten vom Land ersetzt. "Wir müssen 432.000 Euro selbst tragen", betonte Josten und sprach von einer existentiellen Frage. Roland Angenvoort hatte Verständnis für das Anliegen, "aber wir sind im Haushaltssicherungskonzept und die 30.000 Euro sind eine freiwillige Leistung".

Helmi Röhrig, Leiterin der Schule an der Dorenburg, teilte mit, dass es für die Schüler nicht immer einfach sei, in Grefrath und Umgebung Praktikumsplätze zu bekommen. Die Mitglieder des Ausschuss wurde weiter über den Berufswahlprozess und Bausteine für die Schüler informiert. Da gibt es unter anderem Potenzialanalysen, die Erkundung der Berufsfelder, Betriebspraktika und Praxiskurse.

"In Via" aus Krefeld ist Träger der Schulsozialarbeit in Grefrath. Für den Ausschuss gab es einen Sachstandsbericht, denn bereits seit sechs Jahren gibt es an der Niers die Schulsozialarbeit, zunächst nur an der Hauptschule beziehungsweise der Schule an der Dorenburg. Seit August dieses Jahres gibt es sie auch an der Grundschule. Das Themenfeld der Schulsozialarbeit reicht Kriseninterventionen bei Todesfällen von Schülern und Elternteilen über die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Kreises bei Kindeswohlgefährdung bis zur Beratung beim Mobbing. Die Aufgaben für die Gemeinde im kommenden Jahr lautet: Klärung der Finanzierung der schulbezogenen Jugendsozialarbeit an der Grundschule ab Sommer. "In Via" gab den Hinweis, dass Gelder ab Januar 2018 nicht gesichert sind. Dann müsse über eine alternative Finanzierung der Stelle gesprochen werden.

(mab)
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