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Gemeinde Grefrath
Die schwierige Suche nach dem passenden Beruf

Gemeinde Grefrath. Der Rotary-Club bot in der Liebfrauenschule Berufsberatung für Schüler aus Grefrath und Kempen. Es gab Einblicke in verschiedene Bereiche.

Svenja Neuschäfer (Grefrath) schwankt noch. Die Schülerin der Liebfrauenschule Mülhausen möchte am liebsten Polizistin werden, weil sie sich den Beruf als sehr abwechslungsreich vorstellt und "man dabei ja auch viel draußen ist". Sie möchte aber auch Medizin studieren, und das klappt besser bei einer Verpflichtung bei der Bundeswehr. Fragen dazu konnte sie einen Abend lang in ihrer Schule stellen, als der Rotary-Club Kempen-Krefeld Berufsinformationen aus der Praxis für die Schüler(innen) der drei Gymnasien in Kempen und Grefrath anbot. Rund 70 Mädchen und Jungen nahmen dieses Angebot wahr - hauptsächlich aus der Liebfrauenschule, denn als deren Leiter Lothar Josten auch die Q 1-Schüler aus Kempen begrüßte, klatschten nur wenige Hände nicht.

Erfahrungsberichte aus rund 30 Berufsfeldern von Architektur über Ingenieurwesen, Rechtswissenschaften, Touristik und Wirtschaftswissenschaften bis zur Zukunftsforschung boten die Mitglieder des Clubs und hinzugezogene Fachleute der Hochschulen und Arbeitsverwaltung sowie aus Verbänden an. Informationen aus dem Berufsleben weiterzugeben, sei neben dem Gemeinwohl-Einsatz und dem Jugendaustausch eine der wesentlichen Aufgaben des Rotary-Clubs, erläuterte dessen Präsident Dr. Roland Reinfeld. Der Kempener Club sieht sich dabei gut eingebunden in die weltumspannende Rotary-Organisation. Ein "lebhaftes Fragen und Antworten" registrierte Pfarrer Hans-Wilhelm Fricke-Hein, der als Vorsitzender des Neukirchener Erziehungsvereins soziale Berufe vorstellte. Was ihm auffiel: "Es interessieren sich fast nur Mädchen dafür, kaum Jungen." Dreimal konnten die Schüler wechseln, so dass sie sehr unterschiedliche Berufswege erkunden konnten.

Bis 21.30 Uhr wurde der Physiker Dr. Dirk Holtmannspötter vom VDI-Technologiezentrum Düsseldorf befragt, der mit Kollegen aus anderen wissenschaftlichen Disziplinen darüber nachdenkt, wie Technologien das Leben verändern und welche Technologien morgen gefragt sind. Laurenz Wülbeck, Niko Focken (beide Oedt) und Alexander Trott (Lobberich) hörten auch zu später Stunde noch aufmerksam zu und hörten, dass sie sich um eine "anspruchsvolle Ausbildung" kümmern sollten. Die sei heute leider nicht mehr so gefragt, "weil es anstrengend ist und viele sich nicht anstrengen wollen". Doch nur auf einer soliden Basis könne man später auch flexibel sein. Lea Diepers (Kerken) fand den Abend "ganz gut", denn ihr gelang es, in vier Berufsfelder hineinzuschnuppern: Pharmazie, Zukunftsforschung, Verwaltung und Banken. Was sie aber nach dem Abitur 2017 machen wird, weiß sie noch nicht. "Wir wollen Anregungen geben und verschiedene Wege in der Berufspraxis aufzeigen", betonte der Rotary-Jugenddienstbeauftragte Thomas Blohm-Schröder (Viersen). Wichtig sei auch, hatte er aus den Gesprächen herausgehört, den jungen Leuten klar zu machen, dass sie an ihrem Beruf nicht nur Spaß haben sollten, sondern damit ihren Lebensunterhalt verdienen müssten.

(mm)
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