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Gemeinde Grefrath
Die Spur der "Beißer" führt nach Schlibeck

Gemeinde Grefrath. Zwei freilaufende Hunde haben vier angeleinte Tiere schwer verletzt. Ähnliche Vorfälle sind bekannt.

Zu einer Beißerei zwischen sechs Hunden kam es bereits am Montag, 2. Mai, im zu Süchteln gehörenden Hagenbroicher Feld. Vier der Hunde waren angeleint und wurden von zwei freilaufen Hunden angefallen. Nun gab es Hinweise, dass die beiden Hunde nach früheren ähnlichen Vorfällen nach der Attacke in Richtung Grefrath-Schlibeck gelaufen sind.

Die 33-jährige Halterin von vier Hunden zeigte den Vorfall noch am Abend des Geschehens an, nachdem ein Tierarzt ihre vier schwer verletzten Hunde versorgt hatte. Nach Schilderung der Frau war sie gegen 20 Uhr im Feld spazieren. Plötzlich stürmten von hinten zwei Hunde heran und griffen sofort die vier Hunde der Süchtelnerin an. Während der etwa 30-minütigen Beißerei zwischen den Tieren wurde auch die Hundehalterin mehrfach von den fremden Tieren gebissen. Auch sie musste ihre Verletzungen ärztlich behandeln lassen.

Bei den freilaufenden Hunden soll es sich um einen schwarzen Hund mit weißem Fleck auf der Brust, möglicherweise um einen Labradormischlingshund, sowie einen braun-schwarzen, möglicherweise Sennehundmix, gehandelt haben.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei haben ergeben, dass die beiden, vermutlich ebenfalls verletzten Hunde, nicht von einem Tierarzt in der weiteren Umgebung behandelt worden sind. Die Ordnungsämter von Nettetal, Viersen und Grefrath sind in die Ermittlungen einbezogen. Es haben sich Hinweise darauf ergeben, dass die beiden beschriebenen Hunde im Laufe des letzten Jahres bereits mehrfach freilaufend und wildernd aufgefallen sind. In diesen Fällen sollen die Tiere jeweils in Richtung Schlibeck weggelaufen sein. Die Kripo geht davon aus, dass die beiden Tiere in unbeobachteten Augenblicken ihr Zuhause verlassen. Da von den Tieren eine nicht unerhebliche Gefahr auch für Menschen ausgehen könnte, ist auch aus diesen Gründen die Ermittlung des Hundehalters wichtig, um gegebenenfalls spielende Kinder und Spaziergänger schützen zu können.

Da es bislang nicht gelungen ist, den Halter und den Aufenthaltsort der Hunde zu ermitteln, bittet die Kripo nunmehr um Mithilfe aus der Bevölkerung: Wer kann Hinweise auf zwei so beschriebene Hunde geben, die im weiteren Umfeld des Tatortes gehalten werden? Hinweise erbittet die Polizei unter der Rufnummer 02162 377-0.

(hd)
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