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Stadt Kempen
Dornbusch stellt Antrag auf Insolvenzverfahren

Stadt Kempen. Überraschend hat das Kempener Unternehmen Dornbusch vor dem Amtsgericht Krefeld die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Das Am Selder ansässige Unternehmen ist in der Branche bekannt für die Herstellung von Prägewalzen und -platten.

Die Geschäftsführung führt die missliche Situation auf Liquiditätsschwierigkeiten und eine dadurch drohenden Zahlungsunfähigkeit zurück. Hinzu kämen, wird weiter mitgeteilt, erheblicher Kostendruck und zunehmende Konkurrenz, die vorwiegend aus dem asiatischen Raum kommt.

Das Unternehmen Dornbusch hat aktuell 55 Beschäftigte, die sind in einer Betriebsversammlung über den Insolvenzantrag und die daraus resultierenden Konsequenzen informiert worden. Zum Insolvenzverwalter ist der Düsseldorfer Anwalt Peter Houben bestellt worden. Mit dessen Zustimmung soll der Geschäftsbetrieb in vollem Umfang weitergehen. Die Auftragsbücher, so verlautete aus Kreisen des Betriebsrats, seien voll. Parallel läuft die Suche nach einem neuen Investor.

Noch in der "Langen Nacht der Industrie", die die IHK im Herbst veranstaltete, zeigte sich die Unternehmensleitung optimistisch, von einer Krise war keine Spur zu merken. Im Gegenteil: Die Rede war von ständig steigenden Umsatzzahlen, von sechs Millionen im Jahr 2014.

(hd)
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