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Stadt Kempen
Drei Neubauten an der Arnoldfabrik

Stadt Kempen: Drei Neubauten an der Arnoldfabrik
Vor dem Arnoldgebäude - auf dem jetzigen unbefestigten Parkplatz - sollen an der Schorndorfer Straße drei Neubauten entstehen. FOTO: Kaiser
Stadt Kempen. Auf der Freifläche an der Schorndorfer Straße in Kempen will die Gesellschaft Arnold drei neue Häuser mit Büros und Praxen errichten. Die Bauten orientieren sich im Stil an den so genannten Torhäusern in der Nachbarschaft. Von Silvia Ruf-Stanley

Irgendwie war es schon aus dem Gedächtnis verloren. Aber tatsächlich wurde 1994 die Rahmenplanung für das Gelände an der früheren Arnoldfabrik im damals noch gemeinsam tagenden Kempener Bau- und Denkmalausschuss beschlossen. Dann dauerte es wieder drei Jahre, bis 1997 ein Planungswettbewerb durchgeführt wurde. Und dann dauerte es noch einmal zwei Jahre bis zur Abstimmung über das tatsächliche Nutzungskonzept.

Ein großer Teil ist bereits verwirklicht worden. In den vergangenen Jahren konnten die Kempener verfolgen, wie in den alten Fabrikräumen ein Zentrum mit Praxen, Büros sowie einer Apotheke und einem Bäcker entstanden. Das Finanzamt ist hier angesiedelt, ebenso wie die Agentur für Arbeit inklusive Jobcenter oder die Bundespolizei. E s gibt den Moses Verlag und mit Bülles einen Küchenausstatter.

Das Bauschild weist auf das geplante nördliche Torhaus an der Schorndorfer Straße hin. Es gehört nicht unmittelbar zum Konzept der drei Neubauten. FOTO: Kaiser, Wolfgang (wka)

Jetzt soll der letzte Teil des Konzepts in Angriff genommen werden. Der symbolische Startschuss dafür soll am kommenden Montag, 7. September, im Denkmalausschuss gegeben werden. Es geht um die bislang unbebaute Fläche westlich der alten Fabrik, parallel zur Schorndorfer Straße, etwa vom Fußweg zum Arnoldgebäude bis hin zur Straßenkurve. Dies ist nicht das derzeit noch leere Gelände direkt am Bahngleis. Hier wird noch ein nördliches Torhaus parallel zum gegenüberliegenden Gebäude am Eingang des Platzes zur Unterführung der Bahngleise geplant. Außerdem soll nach den bislang vorliegenden Planungen hier noch eine Park & Ride-Anlage und ein Radabstellplatz entstehen. Das ist aber nicht Bestandteil der jetzt anstehenden Entscheidung. Da unmittelbar neben der denkmalgeschützten Fabrikanlage neu gebaut werden soll, wurde bereits die Zustimmung des Landeskonservators eingeholt, nun fehlt noch die Zustimmung des Kempener Denkmalausschusses.

Drei Riegelbauten sollen hier errichtet werden, deren Schmalseiten zur Schorndorfer Straße platziert werden. Wie schon die Wohnbebauung im vorderen Teil der Straße sieht der Entwurf eine Mischung von Klinkerbau und verputzten Flächen vor. Damit orientiert sich der Entwurf am Bild der Arnoldfabrik, so Karl-Josef Schaaff vom Kempener Denkmalamt. Die Höhe der Bauten mit Flachdächern wird unter der Dachhöhe der alten Fabrik liegen, so dass ein weitgehend freier Blick auf das denkmalgeschützte Gebäude möglich sein soll. In den drei Gebäuden entstehen Flächen für Dienstleistung, Büros und Praxen, sagt Alexander Beerden von der ausführenden Gesellschaft Arnold. Dahinter stehen der Bauunternehmer Hout und die Firma Consens, beide aus Geldern. Sie haben auch schon die Umgestaltung der Arnoldfabrik vorgenommen. Etwa 900 bis 1000 Quadratmeter werden pro Haus zur Verfügung stehen. Parkmöglichkeiten für Autos und Räder sind in unmittelbarer Nähe geplant. Sowohl Beerden als auch Schaaff sehen in der Schließung dieser Baulücke eine sinnvolle Ergänzung des Viertels, dass sich rund um die alte Fabrik gebildet hat. Beerden hofft auf eine gute Mischung der Nutzer der neuen Gewerberäume, ähnlich wie dies in der alten Firma gelungen ist. Gepunktet werden kann bei potenziellen Interessenten mit der Nähe zur Stadt und gleichzeitig einer guten Anbindung sowohl was den Straßenverkehr als auch den Bahnhof in direkter Nachbarschaft betrifft. Sollte der Ausschuss zustimmen, kann hier zügig mit dem Bau begonnen werden, so Beerden.

Quelle: RP
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