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Gemeinde Grefrath
DRK: Betreuung von Flüchtlingen ist große Herausforderung

Gemeinde Grefrath: DRK: Betreuung von Flüchtlingen ist große Herausforderung
DRK-Kreisvorsitzender Peter Ottmann (links) und Vertreter des Kreisverbandes zeichneten verdiente Mitglieder aus. FOTO: Kaiser
Gemeinde Grefrath. Eigentlich kann das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Kreis Viersen glücklich sein, denn sowohl im Jahr 2014, als auch im zu Ende gehenden Jahr 2015 hat das DRK die zu bewältigenden Aufgaben vorbildlich erledigt. Vor allem der enorme Flüchtlingsstrom stellte auch für das DRK im Kreis Viersen eine große Herausforderung dar.

"Wir haben Hilfeleistungen auf vielen Gebieten erbracht", sagte der DRK-Kreisvorsitzende und frühere Landrat Peter Ottmann jetzt bei der DRK-Kreisversammlung vor gut 100 Delegierten und zahlreichen Gästen in der Albert-Mooren-Halle in Oedt. Ottmann mahnte aber auch an, dass der Verband dringend neue Mitglieder gewinnen müsse. Der Grund: Die Zahl der Mitglieder ging erneut zurück. Im Jahr 2014 sank der Mitgliederbestand bei den Fördermitgliedern von 8814 in 2013 auf jetzt 8487. Das waren 327 Mitglieder weniger. Die meisten Austritte (96) gab es in Kempen, die wenigsten (13) in Viersen. Die Losbrief-Lotterie ist fast nicht mehr existent. Wurden im Jahr 2010 kreisweit noch 2317 Lose verkauft, so waren es im vergangenen Jahr noch ganze 80 in Niederkrüchten. Dramatisch ist auch der Rückgang bei der Haus- und Straßensammlung. 2010 kamen knapp 21.000 Euro zusammen, 2014 waren es etwa 13.000 Euro. In Viersen und Grefrath wurde überhaupt nicht gesammelt. Leicht rückläufig im Kreis Viersen waren auch die öffentlichen Blutspendetermine mit einem Minus von sechs Prozent.

Fakt ist aber auch, dass das DRK im Kreis Viersen auf einem soliden finanziellen Fundament steht. Der Etat für das Jahr 2016 ist ausgeglichen und der Haushaltsplan wurde einstimmig verabschiedet. Ottmann: "Unsere Einrichtungen sind zukunftsfähig aufgestellt und das DRK zeigt überall Flagge in einer veränderten Welt." Im Kreis betreut das DRK 270 Kinder in offenen Ganztagsschulen. Die Vizepräsidenten des DRK-Landesverbandes, Dr. Christiane Staudte, bescheinigte dem Kreisverband sehr gute Arbeit. Kreisgeschäftsführer Detlef Blank erinnerte an Begegnungen in den Flüchtlingsunterkünften, die für ihn "sehr prägend" gewesen seien. Auch Kreisbereitschaftsleiter Sven Möllenbrink sprach vor allem die Betreuung von Flüchtlingen an, "denn kein Thema hat uns im Jahr 2015 mehr beschäftigt". Der DRK-Kreisverband hat nach vielen Jahren einen neuen Leiter für das Jugendrotkreuz bekommen. Der bisherige Leiter, Sebastian Klundt, übernimmt neue Aufgaben beim Landesverband. Sein Nachfolger ist Stephan Zdrojewski. Derzeit hat der Kreisverband rund 150 Mitglieder im Jugendrotkreuz. Peter Ottmann zeichnete mit der Ehrenplakette des DRK-Kreisverbandes Inke Böckenholt (Brüggen), Frank Genenger (Grefrath), Olaf Schmitz (Kempen) und Torsten Zerres (Nettetal) aus.

(mab)
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