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Stadt Kempen
Spürhunde suchten nach Drohung Bombe bei Edeka

Edeka in Kempen: Bombendrohung in einem Supermarkt
Stundenlange Aufregung herrschte am Hessenring um den Supermarkt Edeka herum. FOTO: Lübke Kurt
Stadt Kempen. Der Supermarkt am Kempener Hessenring wurde am Donnerstagabend ebenso wie Aldi und die Parkplätze vollständig evakuiert. Zwei Personen hatten an der Kasse behauptet, im Geschäft liege eine Bombe. Sprengstoffhunde suchten ergebnislos.  Von Heiner Deckers und Heribert Brinkmann

Wegen einer Bombendrohung war am Abend ab 17.40 Uhr das Gelände rund um den Edeka-Supermarkt am Hessenring in Kempen weiträumig abgesperrt. Auch der direkt benachbarte Aldi-Discount wurde geräumt, niemand konnte mehr den Parkplatz betreten. Um 17.18 Uhr hatte die Polizei einen Hinweis bekommen, dass in dem Gebäude eine Bombe versteckt sei. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben den Hinweis sehr ernst. Zwei Männer sollen im Supermarkt an der Kasse erklärt haben, es befinde sich eine Bombe in dem Gebäude und die werde gleich losgehen. Danach sollen sie weggelaufen sein. Die Polizei forderte, unter anderem von der Bundespolizei am Flughafen Düsseldorf, Sprengstoffhunde an, um im Supermarkt nach der Bombe zu suchen. Da im Supermarkt viele verschiedene Düfte vorkommen, mussten die Spürhunde zwischendurch immer wieder kleine Pausen einlegen, um sich zu erholen.

Gegen 21 Uhr war Edeka komplett durchsucht, es fand sich keine Spur von einer Bombe. Nun beginne man, teilte die Leitstelle zu diesem Zeitpunkt mit, die Suche bei Aldi. Auch hier wurde nichts gefunden. Über die genauen Hintergründe der Drohung war am Abend überhaupt noch nichts bekannt. Ebenfalls herrscht Unklarheit bei der Polizei über die Identität der Personen, die behauptet hatten, im Supermarkt befinde sich eine Bombe.

Trotz intensiver Suche fand sich jedoch keine Spur von einer Bombe. FOTO: Kurt Lübke

Angestellte des Supermarktes, die zum Zeitpunkt der Sperrung Feierabend hatten, konnten vorerst nicht nach Hause fahren, weil sie nicht an ihre Autos herankamen. Die Zahl der Schaulustigen am Ring wurde von Minute zu Minute größer. Das große Aufgebot an Rettungskräften hatte sie angelockt, schnell hatte sich in Kempen die Nachricht von der Bombendrohung herumgesprochen. Da aber nichts zu sehen war, gingen viele Schaulustige auch bald wieder weiter. Ab 20.40 Uhr erlaubte die Polizei, die Autos vom Edeka-Parkplatz zu holen. Die Fahrzeughalter durften einzeln zu den Fahrzeugen, jeweils von einem Polizeibeamten eskortiert. Auch Anwohner der benachbarten Häuser, die von der Arbeit kamen, erkundigten sich bei den Polizeibeamten an der Absperrung mit Flatterband, ob sie ihre Häuser betreten könnten und ob sie dort sicher seien.

Die Polizisten rieten, alle Fenster geschlossen zu lassen. Eine Evakuierung der Häuser war nicht angeordnet worden. Die alarmierte Feuerwehr des Löschzuges Kempen blieb mit 25 Wehrleuten vor Ort, allerdings nur in Bereitschaft. Da der Alarm kurz vor dem Abendessen einging, gab Einsatzleiter Michael Nagels dem DRK den Auftrag, warme Getränke und belegte Brötchen vorbeizubringen. Der Einsatz dauerte bis in die Nacht. Am Freitag sollen die Geschäfte voraussichtlich wie üblich öffnen.

Quelle: RP
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