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Stadt Kempen
Ein dreifach donnerndes "Ferkes Tönn"

Stadt Kempen. Viele Besucher säumten die Straßen beim 22. Kinderkarnevalszug in Tönisberg Von Margret Vieregge und Maximilian Thelen

Dreimal "Ferkes Tönn" hieß es am Sonntag. Aber leider war der Tönisberger karnevalistische Schlachtruf noch nicht allen Schaulustigen geläufig und so blieb es beim Kinderkarnevalszug oft beim altbekannten "Helau". Das tut es aber auch. Der Umzug fand in diesem Jahr zum 22. Mal statt, karnevalistisch durchaus bemerkenswert. Alle zwei Jahre organisiert die Rebellengruppe der Bruderschaft St.-Antonius-Isisidorus dieses besondere, für die Kinder aufregende Ereignis.

Mit dabei waren in fantasievollen Kostümen zu verschiedenen Themen die beiden Kindergärten und die Grundschule. Ritter mit Morgenstern, Hellebarde und Spießen gesellten sich zu Burgfräulein, Knappen, Gespenstern, sogar zu einer Spinne, die ja auch in altem Gemäuer wohnt.

Unter der Überschrift "Quallen und Meer" hatte die 2. Klasse sich mit kunstvoll drapiertem, wogendem Stoff und mit Fischmützen geschmückt. Engel und Teufel sah man bei der Klasse 1. Rotkäppchen, Großmutter, Jäger, Wolf und sogar die Pilze im Wald waren aus dem Märchen auferstanden, wobei die Großmutter - und so steht es nicht bei den Gebrüdern Grimm - vorübergehend auch mal ihren Sohn vermisste.

Und dann kamen die Pferde! Ja ist denn schon wieder Martinstag? Nein, diese Gäule waren aufblasbar und dienten den Reitern und Organisatoren des "Hand-in-Hand-Cups", die das erste Mal im Zug mitritten, als Fortbewegungsmittel. Auch aus Hüls hatten die Kinder mit ein paar Breetlook-Trinas Verstärkung bekommen.

Für die gute karnevalistische Stimmung sorgte Moderator Micky Foehde und das Tönisberger Trommlerkorps sowie eine Kapelle aus Nieukerk. "Und wo ist der Prinz?" fragte Christel Roosen, die mit ihren Enkelkindern am Zugweg stand. Prinz Rainer hatte sich mit seiner Lieblichkeit Angelika in vollem Ornat vor dem Regen in den Torweg der Gaststätte "Alte Scheune" in Sicherheit gebracht. Er konnte aber mitteilen, dass er bereits ein inniges Gebet zu Petrus gesandt hatte, das aber wohl auf dem Weg zum Himmel verloren gegangen war.

Doch nicht nur der Prinz kam aus St. Hubert, auch die kleine Sophie kam aus dem Nachbarort sowie Gäste aus Neukirchen-Vluyn und Willich. Die Zuschauer waren sich einig: Es wurde viel geworfen - Kamelle, Popcorn, Bälle, Berliner, kleine Stofftiere prasselten großzügig auf die jubelnde Menge nieder. In zahlreichen Garagen und in der Alten Scheune wurde weiter gefeiert - ein schöner Einstieg in den Karneval.

Quelle: RP
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