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Gemeinde Grefrath
Ein großer Tag für die Burg Uda

Gemeinde Grefrath: Ein großer Tag für die Burg Uda
Die Jury und die ausgezeichneten Studenten: Ihnen allen geht es um die Zukunft von Burda Uda. FOTO: wolfgang kaiser
Gemeinde Grefrath. Studenten präsentierten ihre Entwürfe, wie sich die alten Gemäuer in Zukunft präsentieren sollen. Die Jury vergab drei Preise. Die Träume des Heimatvereins gehen weiter. Von Manfred Baum

Dieser 20. Juli 2016 wird in die Geschichte des Oedter Heimatvereins eingehen und stets eng verbunden bleiben mit der Burg Uda, die Professor Robert Nies (Peter Behrens School of Arts) "sehr beeindruckend" fand. Einen ganzen Tag lang beschäftigten sich der Heimatverein, die Gemeinde Grefrath, die Denkmalschutzbehörde und die Studenten mit den 21 Entwürfen und Modellen für das Umfeld der Burg (Schutzdach Westmauer, Überdachung Nord-Ost-Eckturm und kleines Besucherzentrum).

Die Bürger, die sich die Modelle und Entwürfe ansahen, waren voll des Lobes. Alt-Bürgermeister Dieter Dohmessen und der ehemalige Leiter der Gemeinschaftsgrundschule Grefrath, Hans Fenten, sagten übereinstimmend: "Toll, was uns hier geboten wird." Bürgermeister Manfred Lommetz bekannte freimütig: "Ich hätte nie gedacht, dass sich einmal so viel Architekturstudenten mit der Burg Uda beschäftigen würden."

Lommetz sagte nach vierstündiger Beratung der Jury: "Heute ist ein großer Tag für den Oedter Heimatverein. Die Träume gehen weiter. Es war eine kooperative Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen." Rat und Verwaltung würden versuchen, Fördermittel aus dem Projekt "Soziale Stadt" zu bekommen. Lommetz machte jedoch weiter deutlich, dass allen beteiligten noch ein langer Weg bevorstehen werde.

Professor Robert Nies ergänzte: "Ich hoffe sehr, dass dieses großartige Projekt gelingen wird." Auch der Vorsitzende des Heimatverein, Karl A. Willmen, lobte nachdrücklich die Arbeiten der Studenten. Er unterstrich noch einmal, dass es eine Vorgabe gewesen sei, dass die neuen Bauwerke die Burg Uda nicht beeinträchtigen durften. Daran haben sich die Studenten der Hochschule Düsseldorf im Wesentlichen gehalten. Zu berücksichtigen waren der Denkmalschutz, der Landschaftsschutz und die Bodendenkmalpflege. "Der Ort der Burg Uda sollte an Präsenz gewinnen", so Nies. Ebenso spielten in den Vorgaben die Belichtung und Beleuchtung eine große Rolle. Das Besucherzentrum auf dem Gelände dient der Burg als Ergänzung.

Willmen betonte die Notwendigkeit eines solchen Zentrums, in dem man dann auch das Umfeld der Burg näher vorstellen und erläutern könnte. Der CDU-Landtagsabgeordnete Dr. Marcus Optendrenk war als Mitglied der Jury beeindruckt: "Wir haben bei den Arbeiten eine sehr gute Qualität vorgefunden." Einen Sonderpreis hat die Jury an Tal Eger aus Israel vergeben, die jedoch am Abend bei der Preisverleihung nicht anwesend war, weil sie schon die Heimreise angetreten hatte. Drei erste Preise wurden von der Jury vergeben an Josefine Häming, Lars Schmidt und Leon Meiners. So sah Häming das Besucherzentrum als eine Art "Tor". Das wird erzielt durch zwei gleichartige Baukörper, die in einem gewissen Abstand zueinander stehen. Das Dach hat acht Stützen, seine Träger bestehen aus Brettschichtholz. Durch Tageslicht wird das Dach zum Leuchten gebracht.

Das Dach Meiners' besitzt eine leichte Neigung zur Burg. Auch er hat darauf geachtet, dass sie in dem Ensemble hohe Wertigkeit besitzt. Es handelt sich bei ihm um eine reine Stahlkonstruktion. Die Hauptträger liegen über den Stützen. Durch die Höhe des Daches wird tagsüber ausreichend Tageslicht zur Verfügung stehen. Schmidt wollte mit seinem Entwurf nicht unnötig in die Landschaft eingreifen. Er wollte Schutzdach und Besucherzentrum aus einem Guss. Aus diesem Grund hat er in seinem Entwurf das Prinzip einer Pergola aufgegriffen, mit einem raumbildenden Übergangsbereich. Die Rahmenfunktion des Daches besteht aus sechs Köcherfundamenten und verkleideten Stahlträgern.

Der Oeder Heimatverein würde sich sehr freuen, wenn alle Beteiligten im kommenden Jahr schon einen Schritt weiter gekommen wären, denn 2017 wird der Verein 70 Jahre alt.

Die Ausstellung der Modelle kann bis zum 27. Juli täglich von 11 bis 17 Uhr im Sitzungssaal des Oedter Rathaus besichtigt werden.

Quelle: RP
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