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Zuhause Im Tennisclub Rot-Weiß Grefrath
Ein Sport für alle Menschen

Kempen. Das genaue Gründungsdatum des Vereins lässt sich nicht mehr ermitteln. Seit 2013 ist Dr. Hans-Peter Feyerabend Vorsitzender. Stolz ist man auf die schmucke Anlage in der Müskeshütt. Von Manfred Baum

grefrath Der so genannte weiße Sport wird in Grefrath seit fast sieben Jahrzehnten auf der Anlage des Tennisclub Rot-Weiß Grefrath in der Müskeshütt betrieben. Sechs Plätze stehen dort zur Verfügung. Bevor man die Anlage zwischen dem Flugplatz Niershorst, der neuen B 509 und der Landstraße nach Süchteln im Jahr 1958 in Betrieb nahm, haben die Grefrather Tennisfreunde praktisch mitten in einem Wohngebiet, auf der Straße Auf dem Feldchen auf zwei Plätzen gespielt. Der Grefrather Traditionsverein, der Mitglied des Gemeindesportverbandes ist, wird seit dem Jahr 2013 von Dr. Hans-Peter Feyerabend geführt, der, wenn erforderlich, auch selbst hier und da mal als "Handwerker" im Einsatz ist.

Die Rot-Weißen sind stolz auf ihre schmucke Anlage und wollen in Kürze ihrem Clubheim, in dem die gesellschaftlichen Veranstaltungen stattfinden, einen neuen Anstrich verpassen. Die Anlage hatte zunächst vier Plätze, wurde jedoch vor einigen Jahrzehnten in Sichtweite der bestehenden Plätze um zwei erweitert. "Wir kennen unser genaues Gründungsdatum nicht", so Feyerabend. Er denkt jedoch, dass man im Jahr 2018 das 70-jährige Bestehen feiern könnte, auch wenn der Verein wohl älter sei.

Rund 200 Mitglieder hat der Club. Fünf Seniorenmannschaften nehmen an den Medenspielen teil, und Feyerabend freut sich ganz besonders, dass der Club auch über vier Jugendmannschaften verfügt.

Als Volltreffer haben sich die seit vier Jahren angebotenen "Schnupperkurse" erwiesen, wodurch man Jahr für Jahr neue Mitglieder gewinnen kann. Für die Jugend gibt es alljährlich in den Sommerferien auf dem Clubgelände ein Trainingslager, das sich ebenso großer Beliebtheit erfreut. In Sachen Integration war der Club ebenso tätig. "Wir haben drei Flüchtlinge aufgenommen, die aus dem Irak und Syrien kommen", berichtet Feyerabend.

Der Club bietet seinen Mitgliedern im Laufe eines Jahres auf sportlichem Gebiet Doppelturniere, Eltern-Kind-Turniere und Kinderturniere an. Wichtig ist es dem Vorsitzenden, deutlich zu machen, dass Tennis nicht exklusiv sei, sondern ein Sport, den jeder Mensch betreiben kann: "Auf unsere Anlage sind alle Sportbegeisterten willkommen." Und als Mediziner ergänzt er: "Wir haben in unserem TC Rot-Weiß über die Bewegung auch ein Gesundheitsbewusstsein entwickeln können." Feyerabend stellt fest: "Unsere Mitglieder fühlen sich auf unsere Anlage zu Hause, das haben sie uns mehrfach bestätigt." Die Anlage unterhält der Verein überwiegend in Eigenleistung. Lediglich einmal im Jahr gibt es eine externe Platzpflege. Gespielt wird in der Müskeshütt meist von April bis Oktober, wenn das Wetter es zulässt. Feyerabend hält die sechs Plätze vor allen Dingen dann für erforderlich, wenn die Medenspiele laufen. Von den Aktiven betreiben im Winter rund 70 Prozent ihren Sport in der Grefrather Tennishalle am Sporthotel "Grefrather Hof".

Doch auch gesellschaftlich kommen die Mitglieder bei den Grefrather Rot-Weißen keinesfalls nicht zu kurz. Es gibt alljährlich Clubfeste, Sommerfeste sowie ein Eröffnungs-und Abschlussfest auf der Anlage. Was man durch den Bau der neuen B 509 heute nicht mehr kann, ist, einen Spaziergang von der Anlage vorbei an der alten Pastorat bis in den Ortskern hinein zu unternehmen, über Waldwege, die es früher dort gab.

Quelle: RP
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