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Stadt Kempen
Ein St. Huberter führt die Katholiken im Bistum Aachen

Stadt Kempen. Weihbischof Karl Borsch hat die Aufgabe des Diözesanadministrators übernommen.

Die Freude im Kendeldorf war in den vergangenen Tagen schon vielerorts spürbar, nachdem bekannt geworden war, dass ein gebürtiger St. Huberter ein hohes Amt innerhalb der katholischen Kirche übernimmt. Seit Samstag ist Weihbischof Karl Borsch offiziell Diözesanadministrator im Bistum Aachen. Im Aachener Dom wurde mit einem Pontifikalamt der bisherige langjährige Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff in den Ruhestand verabschiedet. Mussinghoff stand dem Bistum 21 Jahre vor. Bis zur Wahl eines Nachfolgers durch das Domkapitels wurde Karl Borsch von diesem Gremium zum kommissarischen Oberhirten des Bistums gewählt.

Auch wenn Karl Borsch am 1. August 1959 im Krankenhaus in Hüls das Licht der Welt erblickte, so ist er doch ein St. Huberter. Hier ist Borsch in einer großen Familie mit zwei Brüdern und einer Schwester aufgewachsen, hier ging er zur Grundschule, bevor er am Kempener Thomaeum sein Abitur machte. Sein Vater, der ebenfalls Karl mit Vornamen heißt, ist Jurist und war viele Jahre Direktor des Kempener Amtsgerichtes. In die Fußstapfen des Vaters trat Karl Borsch jun., in dem er zunächst in Bonn ein Jurastudium aufnahm. Danach wechselte er nach Frankfurt und studierte dort Katholische Theologie. Im Oktober 1991 wurde er in St. Hubert zum Diakon geweiht. Etwa ein Jahr später weihte ihn der damalige Bischof Dr. Klaus Hemmerle in Aachen zum Priester. Am 17. Januar 2004 wurde er von Bischof Mussinghoff zum Weihbischof geweiht. Ob Karl Borsch auch Bischof wird, ist völlig offen. In die Suche nach einem neuen Aachener Oberhirten ist der Vatikan mit Papst Franziskus eingeschaltet.

(rei)
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