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Stadt Kempen
Ein Vierteljahrhundert für die Heimat

Stadt Kempen: Ein Vierteljahrhundert für die Heimat
Die heutige Kriegergedächtniskapelle am Kapellenweg in Ziegelheide wurde vor 140 Jahren als "Maria-Hilf-Kapelle" eingeweiht. Sie kann am "Tag des offenen Denkmals" besichtigt werden. FOTO: Kaiser
Stadt Kempen. Der Heimatverein Schmalbroich feiert am kommenden Wochenende sein 25-jähriges Bestehen. Dazu wird eigens für drei Tage ein Festzelt in Ziegelheide aufgebaut. Höhepunkt ist das Gastspiel der Kabarettgruppe "Die Krähen". Von Manfred Baum

Gut ein Jahr hat der rührige Verein am Programm, an der Festschrift und an der Vorbereitung des Festzuges gearbeitet. Herausgekommen sind "drei Schmalbroicher Heimattage", die die Bürger aus Wall, Ziegelheide, Klixdorf, aber auch aus ganz Kempen so schnell nicht vergessen sollen.

Die Geburtsstunde des Vereins schlug am Ostermontag 1991 in der längst geschlossenen Gaststätte "Zur Heide" von Willi und Maria Thielen. Dort wurde der Heimatverein gegründet, der sich fortan um das Dorfleben, um Wegekreuze kümmerte und das Brauchtum förderte. Jakob Buschhaus junior hatte die Idee zur Gründung. Heute ist der Heimatverein Schmalbroich aus dem dörflichen und gesellschaftlichen Leben nicht mehr weg zu denken. Der Verein ist ein "Motor für Schmalbroich" geworden, der auch den "Finger in die Wunde legt", wenn er dies für erforderlich hält.

Die Entwicklung des Vereins ist eng verbunden mit dem Vorsitzenden Gottfried Syben, der sich auf einen engagierten Vorstand verlassen kann. Das hat sich auch auf die Zusammenstellung des Festprogrammes ausgewirkt: So bietet der Heimatverein seinen Gästen schon am Freitag einen besonderen Abend mit den Krefelder "Krähen" an. Auch der ehemalige Kempener Propst Dr. Josef Reuter will zum Gelingen des Festes beitragen.

Die jüngere Schmalbroicher Geschichte erlebt in dem Zug, der auch durch Alt-Kempen zieht, eine Renaissance. Schmalbroicher Orts-und Dorfgeschichte soll so lebendig und nachvollziehbar werden, bei den Besuchern Erinnerungen wecken. In historischen Uniformen treten die Blauröcke auf. Der Dorfschmied wird wieder am Amboss stehen, die Kappesbuure werden nicht vergessen. Waschweiber werden für saubere Oberhemden sorgen. Die Vielfältigkeit des dörflichen Lebens soll den Besuchern anschaulich vermittelt werden.

Im Rahmen des Schmalbroicher Heimatfestes wird zum bundesweiten "Tag des offenen Denkmal" am kommenden Sonntag, 11. September, in der ehemaligen Landgemeinde ein runder "Geburtstag" der Kriegergedächtniskapelle gefeiert. Die Kapelle wurde vor 140 Jahren nicht als Kriegergedächtniskapelle errichtet, sondern als Maria-Hilf-Kapelle. Schon im Jahre 1873 hatten die Bewohner von Ziegelheide den Beschluss zum Bau der Kapelle gefasst. Die Grundsteinlegung erfolgte am 10. Juni 1875, die Einweihung am 22. Oktober 1876. Über dem Portal steht in einer Nische die Figur der heiligen Brigida (453 - 521). Diese Heilige wird besonders im ländlichen Raum als Schutzpatronin der Haustiere und des Viehs verehrt. Die Statue ist rund einen Meter groß. Der Heimatverein Schmalbroich hofft, dass das Thema Renovierung der Kapelle bald von der Stadt Kempen aufgegriffen wird. Das kleine Gotteshaus kann am "Tag des offenen Denkmals" besichtigt werden.

Quelle: RP
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