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Kempen
Eine App für Kempen
Kempen: Eine App für Kempen
Bei der Vorstellung der App (v.l.): Bürgermeister Volker Rübo, Ralph Braun, Divya van Mahajan, seine Frau Marianne und die drei Mädchen Isabella, Angelina und Alicia. FOTO: achim hüskes
Kempen. Ab sofort verfügt die Stadt über eine eigene App. Dort finden sich zahlreiche Informationen und Bilder aus der Thomasstadt, sogar mit Audiokommentar. Entwickelt hat sie der hier lebende Inder Divya van Mahajan. Von Heiner Deckers

stadt kempen Dass eine Stadt Geschenke bekommt, ist nicht gerade an der Tagesordnung. Um so mehr freute sich Bürgermeister Volker Rübo über die edle Spende des Inders Divya van Mahajan. Er ist bei Philips in Eindhoven beschäftigt und hat sich als Wohnort für Kempen entschieden: "The best!" In den vergangenen acht Monaten hat er tagsüber für seinen Arbeitgeber Apps programmiert, abends und am Wochenende saß er an seinem Kempen-Projekt. Ob das keinen Stress mit seiner Frau gegeben habe, wollte Rübo wissen. "Nein, es war ja ihre Idee", erklärte van Mahajan.

Als der Entwickler die Idee verwirklicht hatte, wandte er sich an Ralph Braun, den IT-Experten der Kempener Stadtverwaltung und rannte bei ihm offene Türen ein. "Ich glaube, dass viele andere Kommunen uns beneiden werden", sagte Rübo gestern. Die Stadt hätte die Entwicklung einer solchen App niemals finanzieren können. Die Kosten lägen bei rund 8000 Euro pro Betriebssystem. Vorerst ist die App nur für Apple-Geräte zu haben. Wann sie auch für das Betriebssystem Android erhältlich ist, steht noch nicht fest.

Die App richtet sich sowohl an Kempener als auch an Auswärtige, die die Stadt besuchen. Der Benutzer hat schnellen mobilen Zugriff auf zahlreiche Informationen. Die Palette reicht von lokalen Veranstaltungen über das Kinoprogramm bis hin zum Überblick über das gastronomische Angebot – jeweils versehen mit Telefonnummer und Link (falls Internetauftritt vorhanden). Kernstück der App ist der Altstadtrundgang, der die zahlreichen Sehenswürdigkeiten präsentiert. Neben einer ausführlichen Beschreibung bietet die App hier zahlreiche Fotos der Gebäude und die Möglichkeit, sich die entsprechenden Texte vorlesen zu lassen. Die Audiodatei, die zunächst nur in Deutsch erhältlich ist, wird wegen ihrer Größe allerdings nicht automatisch heruntergeladen, sondern nur auf ausdrücklichen Wunsch.

Alle Übersichten aktualisieren sich beim Aufruf automatisch, die Daten stammen von der Internetseite der Stadt Kempen. Parallel zur Veröffentlichung der App werden alle Hinweisschilder des Altstadtrundgangs nach und nach mit QR-Code versehen, so dass der Besucher unmittelbar vor Ort auf die App hingewiesen wird und sie direkt im App-Store kaufen kann. Die Kosten liegen bei 1,59 Euro.

Weil das Verfahren zur erstmaligen Bereitstellung im Store ziemlich langwierig ist, sind noch nicht alle Funktionen und Feature enthalten. Ein Update ist bereits geplant – mit zahlreichen Verbesserungen und neuen Möglichkeiten, die Stadt Kempen noch besser kennen zu lernen. Frage des Tages

Quelle: RP
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