| 00.00 Uhr

Gemeinde Grefrath
Eine deutsch-taiwanesische Freundschaft

Gemeinde Grefrath: Eine deutsch-taiwanesische Freundschaft
Im Beisein von Schülern, die an der Liebfrauenschule Chinesisch lernen, und Vertretern von taiwanesischen Schulen wurde die Partnerschaft besiegelt. FOTO: Kaiser
Gemeinde Grefrath. Die Liebfrauenschule hat jetzt ihre Partnerschaft mit der National Fengshan Senior High School besiegelt. Im März kommenden Jahres reisen 15 Schüler aus Mülhausen zum nächsten Austausch nach Taiwan. Von Manfred Baum

Von großer Herzlichkeit gekennzeichnet war jetzt der nicht alltägliche Besuch einer zwölfköpfigen Schulleiter-Delegation aus Taiwan in der Mülhausener Liebfrauenschule. Die taiwanesischen Gymnasien suchen Partnerschulen in Deutschland. Eingeladen hatte die Delegation das deutsche Goethe-Institut im Rahmen der Initiative der Bundesregierung "Schulen Partner der Zukunft" (kurz PASCH genannt). Die Lehrer aus Taiwan leiten Schulen, an denen Deutsch als Fremdsprache unterrichtet wird. Ziel der PASCH-Initiative ist es, ein weltweites Netz von Partnerschulen aufzubauen - mit lebendigen wie auch langfristigen Beziehungen. Außerdem soll Deutsch als Fremdsprache in den jeweiligen nationalen Bildungssystemen weiter gefestigt werden. Die Liebfrauenschule nimmt an dem Projekt teil.

Für die taiwanesischen Gäste war die Teilnahme am Unterricht in dem Mülhausener Gymnasium geplant. Doch durch den Streik bei der Lufthansa kam die Delegation mit Verspätung in Mülhausen an und so musste der Unterrichtsbesuch ausfallen. Das tat der guten Atmosphäre jedoch keinen Abbruch. An dem Empfang in der Bibliothek der Liebfrauenschule nahm gut ein Dutzend Schüler teil, die derzeit in der Schule die chinesische Sprache lernen. Als Dolmetscherin fungierte die Repräsentantin der Taipeh-Vertretung in der Bundesrepublik, Agnes Hwa-Yue Chen, die außerdem in Mülhausen als Chinesisch-Lehrerin tätig ist. Zusammen mit Schulleiter Lothar Josten hieß sie die Schulleiter der zwölf Senior High Schools aus Taiwan in Mülhausen willkommen. Sie und auch Josten waren froh, dass die Reise durch das Goethe-Institut ermöglicht werden konnte.

Über das deutsche Schulsystem haben die taiwanesischen Gäste schon zuvor erste Erfahrungen sammeln können. In Mülhausen wurde ein Partnerschaftsabkommen unterzeichnet zwischen der Liebfrauenschule und der National Fengshan Senior High School. Diese neue Partnerschaft soll künftige gemeinsame Projekte und Begegnungen fördern.

Agnes Hwa-Yue Chen sieht in dem Abkommen auch die Möglichkeit, dass der Schüleraustausch weiter ausgebaut werden kann und es so auch weitere wichtige Impulse für die deutsch-taiwanischen Beziehungen im Bereich von Bildung und Kultur gibt. Das sieht auch Schulleiter Josten so.

Die National Fengshan Senior High School wurde 1939 als Feng-shan Agricultural School gegründet. Ab Oktober 1945 hieß sie Fengshan Junior High School. Mehr als 2000 Schüler werden hier von 120 Lehrern unterrichtet. Die Schule liegt in der Stadt Kaohsiung.

Anhand von Zahlen verdeutlichte Agnes Hwa-Yue Chen die Bedeutung der chinesischen Sprache auch in Deutschland. So lag das NRW-Handelsvolumen mit Taiwan im vergangenen Jahr bei rund 33,5 Millionen Euro. Junge Menschen könnten mit Chinesisch-Kenntnissen ihre beruflichen Chancen deutlich verbessern, meinte sie.

Schulleiter Josten lobte die Schüler, die an der Liebfrauenschule Chinesisch lernen. Es war bereits eine Schülergruppe aus Mülhausen in Taiwan. Am 27. August dieses Jahres gab es in Mülhausen ein Benefizkonzert mit dem Titel "Taiwan Beauty". Der nächste Austausch ist bereits fest terminiert. Vom 12. März bis 1. April kommenden Jahres reisen 15 Schüler der Liebfrauenschule nach Taiwan.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Gemeinde Grefrath: Eine deutsch-taiwanesische Freundschaft


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.