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Stadt Kempen
Eine Frau, die Herausforderungen liebt

Stadt Kempen. Elke Terbeck ist neue Leiterin des Rhein-Maas-Berufskollegs. Gestern wurde die Oberstudiendirektorin in ihr Amt eingeführt. Im begonnenen Schuljahr steht die Sporthalle den Schülern wieder zur Verfügung. Von Heiner Deckers

Elke Terbeck, die neue Leiterin des Berufskollegs, ist eine eher zierliche Person, kann aber nach eigenen Angaben gut anpacken und liebt Herausforderungen: "Mutig war ich schon immer, sonst stände ich nicht hier", sagte sie gestern bei ihrer offiziellen Amtseinführung. Viele hätten sie gefragt, warum sie sich das bloß antue, diese Riesenschule zu leiten. Das Berufskolleg habe sie in den vergangenen Jahren, die sie am Krefelder Berufskolleg Glockenspitz verbracht hat, immer wieder interessiert. "Mein Mann und meine Kinder waren dann auch keineswegs überrascht, dass ich mich für diese riesige Schule entschieden haben", sagte die Oberstudiendirektorin bei der Feierstunde.

Riesig ist die Schule in der Tat. Sie ist mit mehr als 3600 Schülern und 180 Lehrkräften nicht nur die größte Schule im Kreis Viersen, sondern auch eine der größten Berufskollegs in Nordrhein-Westfalen. Neben dem Hauptsitz in Kempen gibt es Niederlassungen in Willich, Nettetal und Tönisvorst. Den Schülern stehen in fünf Abteilungen mehr als 50 Bildungsgänge zur Auswahl.

"Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende", zitierte Elke Terbeck den griechischen Philosophen Demokrit. In diesem Sinne werde sie ihr neues Amt antreten: "Ich möchte die Schule gemeinsam mit dem Kollegium weiter entwickeln und positiv prägen", betonte sie. Sie werde ihr Amt als erste weibliche Leiterin des Berufskollegs mit Engagement, Leidenschaft und Wertschätzung gegenüber allen Beteiligten antreten. An Kommunikation liege ihr sehr viel, nur gemeinsam können man die großen Aufgaben lösen. Als aktuelle Herausforderungen nannte sie die Inklusion und die Integration der Flüchtlinge.

Landrat Dr. Andreas Coenen stellte die Wichtigkeit von Bildung heraus: "Sie kann überhaupt nicht überschätzt werden und hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche." Der Kreis Viersen habe sich stets für Bildung engagiert, auch als Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Coenen erinnerte an die jüngste Investitionen: die Sanierung der Niederlassung in Willich sowie die Neubauten des Kfz-Kompetenzzentrums und des Selbstlernzentrums mit Cafeteria und Konferenzräumen in Kempen.

Der Landrat erinnerte in seiner Ansprache aber auch an den Auftrag, den jungen Menschen neben dem reinen Wissen auch Einstellung, Werte und Normen zu vermitteln: "Nur wenn Schüler lernen, selbstständig zu denken und Probleme und Aufgaben selbstständig zu lösen, ist der Grundstein für eine umfassende Bildung gelegt."

Für die Bezirksregierung war Christina Hüsing aus Düsseldorf angereist. Sie wisse um den guten Ruf der Schule, auch über die Grenzen des Kreises Viersen heraus: "Die Schule platzt aus allen Nähten." Durch Rückmeldungen von Firmen und ehemaligen Schülern wisse sie um die Qualität des Berufskollegs. Die kann es jetzt auch wieder in der Sporthalle zeigen, in der von September 2015 bis zum Frühjahr bis zu 300 Flüchtlinge untergebracht waren. Die Halle stehe der Schule wieder zur Verfügung, sagte Kempens Schuldezernent Michael Klee gestern am Rand der Veranstaltung in der Cafeteria.

Quelle: RP
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