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Zuhause In Der Evangelischen Kirchengemeinde
Eine Kirche zum Anfassen

Zuhause In Der Evangelischen Kirchengemeinde: Eine Kirche zum Anfassen
Pfarrerin Barbara Münzenberg ist beliebt in der Gemeinde. FOTO: wk
Kempen. Die Evangelische Kirchengemeinde Grefrath hat fast 2700 Mitglieder und bietet ihnen ein vielfältiges Angebot. Der dienstälteste Mitarbeiter ist Wolfgang Schöllhammer, der seit 1961 Organist ist. Von Manfred Baum

Grefrath Knapp ein Fünftel der Einwohner der Gemeinde Grefrath sind evangelische Christen, die sich seit Jahrzehnten in der am 1. April 1961 gegründeten evangelischen Kirchengemeinde Zuhause und gut aufgehoben fühlen, denn die Gemeinde ist lebendig und verfügt über ein breitgefächertes Angebot. Dazu hat sie mit Pfarrerin Barbara Münzenberg, die seit 2013 in Grefrath tätig ist, eine Frau an der Spitze, die ankommt mit ihrer Arbeit.

Evangelische Christen in Grefrath sind früh nachgewiesen, um das Jahr 1600 gab es schon einige Protestanten in der Niersgemeinde. So soll Derich von Westrum vom Haus Langendonk ein Anhänger der damals neuen Lehre gewesen sein. Ein um das Jahr 1614 entstandenes Mitgliederverzeichnis der evangelischen Gemeinde Süchteln nennt acht Personen aus dem benachbarten Grefrath. Der Mittelpunkt dieser evangelischen Christen soll eine Familie Pasch in der Großhonschaft Schlibeck gewesen sein. Eine völlig neue Situation trat nach dem Zweiten Weltkrieg ein, als viele Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Grefrath eine neue Heimat fanden. So kam es folgerichtig im Herbst 1947 auch zur Gründung der ersten evangelischen Volksschule in Grefrath. In Oedt war die Familie Girmes die bekannteste evangelische Familie, die größtenteils auch auf dem evangelischen Friedhof in Süchteln begraben ist. Ab Mai 1945 wurden evangelische Gottesdienste in Grefrath, meist in Privaträumen gehalten. Aber auch im Konferenzzimmer der früheren Plüschweberei konnten Gottesdienste gefeiert werden. Zu einer Anlaufstelle und zu einem Mittelpunkt des evangelischen Lebens wurde das Haus der Familie Schöllhammer an der Vinkrather Straße. Auch dort wurde Gottesdienst gefeiert.

Der dienstälteste Mitarbeiter der evangelischen Kirchengemeinde ist Organist Wolfgang Schöllhammer, der am 6. Juli 1961 in den Dienst der Kirchengemeinde trat und bis heute ihr Organist ist. Die evangelische Frauenhilfe wurde 1950 gegründet. Wiederum war daran die Familie Schöllhammer beteiligt. Die beiden Kirchen der evangelischen Kirchengemeinde Grefrath wurden in Grefrath und Oedt in den Jahren 1957/58 erbaut. Nach der offiziellen Gründung der evangelischen Kirchengemeinde am 1. April 1961 waren die evangelischen Christen endlich zu 100 Prozent angekommen in Grefrath und Oedt, Mülhausen und Vinkrath.

In den 55 Jahren bis zum heutigen Tag hat sich viel getan und es gibt ein Gemeindeleben, das angenommen wird, weil es einfach stark ist. Der Kindergarten ist jetzt 45 Jahre alt, die evangelische Kantorei ist schon über 60 Jahre und ein Juwel der Gemeinde., "Wir werden und müssen uns den neuen Herausforderungen der Zeit stellen und sie annehmen", sagt Pfarrerin Barbara Münzenberg, deren Vater Theodor der erste Grefrather Pfarrer war. Wer sich heute das Angebot der Kirchengemeinde anschaut, stellt fest, dass man sich damit wirklich zu Hause fühlen kann. Karin Rosenstengel leitet seit vielen Jahren erfolgreich die Jugendarbeit. Es gibt die Altenstube in Grefrath. Inzwischen gibt es in Oedt das neue erbaute Gemeindezentrum und den Bouleplatz. In Grefrath wurden das Gemeindebüro und der Kindergarten neu gebaut. Im März 1969 wurde das Altenzentrum in Oedt eröffnet, das war ganz sicher ein Meilenstein im Leben der evangelischen Kirchengemeinde. Die Kirchengemeinde arbeitet heute mit dem Nabu bestens zusammen. Es gibt das Männerfrühstück, die Taufgottesdienste, die "After-Work-Kirche", die Montagsrunde, die Frauenhilfe, den Frauengesprächskreis, das "Café Auszeit", den Verein "Pro Musica", die Gartengruppe, das Gemeindebüro und das Presbyterium. Konzerte und Gemeindefeste finden regelmäßig statt, ebenso besondere Gottesdienste oder Ferienmaßnahmen für Kinder.

Die Zusammenarbeit mit der Katholischen Kirche ist gut und es gibt auch eine ökumenische Eine-Welt-Gruppe. Nicht zu vergessen sind die Besuchsdienste, die Bezirksleute, die Jugendgruppen. Die gute Seele im Gemeindebüro ist Andrea Esser.

Quelle: RP
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