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Kempen
Eine Sternstunde für das Ehrenamt

Kempen. Die Gemeinde Grefrath zeichnete gestern im Museum Dorenburg die Ehrenamtler des Jahres 2015 aus. Von Manfred Baum

Einmal mehr wurde in den gut 90 Minuten im Eingangsgebäude des Freilichtmuseums Dorenburg deutlich, wie breitgefächert ehrenamtliches Engagement in der Gemeinde Grefrath ist. Es war kein Stuhl mehr frei, als die neuen "Reinersbachtaler" mit nicht alltäglichen Klängen den Festakt eröffneten. "Unzählige Mitbürger setzen sich in unserer Gemeinde seit Jahren ehrenamtlich ein", so Bürgermeister Manfred Lommetz einleitend. Lommetz erwähnte die Vereine, die Feuerwehr, Verbände, soziale Einrichtungen oder die Flüchtlingshilfe: "Sie alle kümmern sich vorbildlich um das Gemeinwohl." Lommetz bat alle Ehrenamtler, weiterzumachen, denn seiner Ansicht nach wird "uns das Thema Flüchtlinge mindestens noch eine halbe Generation begleiten".

Die Laudatio auf den ersten Ehrenamtler, der geehrt wurde, war für Lommetz keine leichte Aufgabe, denn es war eine Ehrung posthum für den im Herbst im Alter von 80 Jahren plötzlich verstorbenen Martin Rosenow. Die Auszeichnung nahm seine Ehefrau entgegen. Bei den Ausführungen von Lommetz wurde rasch deutlich, dass Martin Rosenow, ein "Vorzeige-Ehrenamtler war", der viel mehr war als nur DRK-Zugführer oder Ratsmitglied. Vizebürgermeister Roland Angenvoort war es, der die "Grefrather Tafel" als weiteren Preisträger vorstellte. Sein besonderer Dank galt Sozialamtsleiter Volkmar Josten und Monika von Söhnen vom Haus an der Dorenburg. Inzwischen helfen in der Tafel rund 50 Menschen.

Jens Ernesti (Fraktionsvorsitzender der Grünen im Rat der Gemeinde Grefrath) fiel die Aufgabe zu, die Laudatio auf Anne und Felix Reulen zu halten. Sie setzen sich seit mehr als einem Jahrzehnt für Kinder-Ferienlager in den Sommerferien ein. Ernesti lobte den großen Einsatz und meinte, dass diese Ehrung "stellvertretend für alle Ferienlagerleiter" aus der Gemeinde Grefrath zu verstehen sei.

Vizebürgermeisterin Kirsten Peters (CDU) hielt die Laudatio auf die "Perspektiven für Oedt", die ebenfalls geehrt wurden. Sie bezeichnete diese Gruppierung als "Paradebeispiel für bürgerschaftliches Engagement." Seit dem Jahr 2008 hat diese "Oedter Ideenschmiede" viel bewegt in Oedt und tut es immer noch. Dadurch werde auch die "Gemeinde Grefrath entlastet", stellte Kirsten Peters fest. So hat sich die Gruppierung um die Ortsverschönerung von Oedt ebenso gekümmert wie um die Verkehrsberuhigung, die Sauberkeit im 4500-Seelen-Dorf, aber auch um große Feste. Es gab stets auch eine gute Zusammenarbeit mit dem Oedter Altenzentrum.

Quelle: RP
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