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Stadt Kempen
Eine Wunschzettel-Box für die Anwohner im Hagelkreuz

Stadt Kempen. Etwa 5000 kleine Fragebögen sind gedruckt. Mit nur zwei Fragen: "Ich wohne und lebe gerne im Hagelkreuz, weil...." und "Ich wünsche mir folgende Verbesserungen, Aktivitäten und Angebote...." Erst einmal werden Meinungen abgefragt und in einer "Wünsche-Box" gesammelt. Seit gestern stehen die ersten dieser Boxen in der von Annette Feykes geführten Sparkassen-Filiale an der Nansenstraße.

"Schreiben Sie nicht Manager, sondern Quartiers-Entwickler", sagt bei der Präsentation der noch bis zum 18. März auch in Geschäften, Ärzten, Schulen, Kindergärten oder in der Kirche Christ-König aufgestellten Boxen Ingo Behr. Der 56-jährige Sozialwissenschaftler hat es sich bei seiner neuen Stelle in der Kempener Stadtverwaltung zur Aufgabe gemacht, das große Wohngebiet voranzubringen, es für die jüngere und vor allem für die ältere Generation attraktiver zu machen.

Erst vor wenigen Wochen hatte mit fast 40 Anwohnern ein Spaziergang durch das Wohnviertel stattgefunden, waren dabei schon viele Wünsche geäußert worden (die RP berichtete). Einer wird in Kürze schon umgesetzt: so ist bereits vor wenigen Tagen das "Drängelgitter" an der sich seit vielen Jahren nicht mehr in Betrieb befindlichen Bushaltestelle an der Röntgenstraße entfernt worden. Dort soll eine Sitzgruppe hin. "Vielleicht entstehen aus dieser Aktion neue Initiativen", hofft Behr, der außerdem gerade unter anderem mit den Schulen und Kindergärten die Organisation eines Foto-Wettbewerbes bespricht, mit Schnappschüssen aus dem alten und neuen Wohngebiet.

Der Vorsitzende des Bürgervereins, Willi Stenhorst, stellte gestern klar: "Die Basis des Zusammenlebens hier ist sehr gut. Es gibt keine größeren Probleme. Aber die Menschen könnten noch näher zusammenrücken." Und Stenhorst selbst fallen gleich bei der Wünsche-Box-Aktion zwei Dinge ein: "Zum einen den Bürgerwald aufzufrischen, der darf nicht zu einer reinen Hundeauslaufwiese werden, und zum anderen den veralteten Spielplatz an der Dunantstraße vernünftig zu gestalten."

Mitglieder des Bürgervereins wollen in den nächsten Tagen mit die "Wunsch-Zettel" verteilen. Ingo Behr wird wahrscheinlich im April die Ergebnisse dieser Aktion auf den Internet-Seiten der Stadt Kempen online stellen. "Ich bin jetzt sehr gespannt auf die Reaktionen", sagte Behr, der auch zum Bürgerfest ins Hagelkreuz (4. Juni) kommen will. Wer sich an der "Ideenbörse" beteiligen will, ist zum nächsten "Akteurstreffen" eingeladen: Montag, 4. April, 17 Uhr, in Christ-König.

(schö)
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