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Serie Menschen In Grefrath
Einsatz für "Glaube, Sitte und Heimat"

Grefrath. Helmut Quinders ist seit 20 Jahren im Vorstand der St.-Matthias-Schützenbruderschaft Schlibeck. Seit fünf Jahren ist er ihr Brudermeister. Seit 40 Jahren ist der 51 Jahre alte Maurer außerdem Mitglied beim Reiterverein Graf Holk. Von Manfred Baum

Es gibt immer wieder Menschen in der Sport- und Freizeitgemeinde Grefrath, die verbinden in ihrer Freizeit mit großem Engagement Sport und Brauchtum. Sie leben nach dem Leitspruch der Schützen für "Glaube, Sitte und Heimat". Ein solcher Mensch ist der 51 Jahre alte Helmut Quinders, der mit seiner reitsportbegeisterten Familie in der Honschaft Hübeck lebt. Der gelernte Maurer ist der Brudermeister der 144 Jahre alten St.-Matthias-Schützenbruderschaft aus der Großhonschaft Schlibeck. Seit 31 Jahren gehört Quinders der Bruderschaft an. Seit 20 Jahren ist er im Vorstand und seit fünf Jahre Brudermeister.

Mit Leib und Seele ist er Brudermeister und tritt für die Pflege des Brauchtums ein. Schon seit 40 Jahren gehört er dem Reiterverein Graf Holk an. Er ist zwar selbst nie geritten, doch seine Ehefrau Christiane und seine Kinder sind im Reitsport aktiv. Helmut Quinders ist stolz, dass die Matthias-Schützen Anfang August nach fünf Jahren wieder ein großes Heimat- und Schützenfest feiern können mit einem jungen Königshaus mit Schützenkönig Daniel Optendrenk an der Spitze. "2016 ist für uns ein sehr erfreuliches Jahr, denn wir hatten schon den ersten Höhepunkt am 1. Mai, wo wir das 25-jährige Bestehen unserer schmucken Matthias-Kapelle auf dem Mühlenberg in der Honschaft Heitzerend feiern konnten", sagt Quinders, der seinerzeit als Maurer beim Bau des kleinen Gotteshauses selbst aktiv war. "Wir haben für die Kapelle sowohl einen ,Schuffelclub' wie auch drei ,Kapellenfrauen'."

Helmut Quinders stellt die Kameradschaft in der Bruderschaft heraus. Dazu betont er das gute Miteinander im Vorstand der MatthiasSchützen. Rückblickend stellt er fest: "Was früher gemacht wurde, war nicht alles schlecht." Er spricht von "vielen schönen Erinnerungen" bei den Schützenfesten. Er blickt nach vorn, denn in sechs Jahren wird die Bruderschaft 150 Jahre alt. Dann kann sie ein Jubiläumsschützenfest feiern.

Dass die Bruderschaft mit König Daniel Optendrenk und den Ministern Gregor Optendrenk und Andre Buschhaus ein junges Königshaus hat, gefällt dem Brudermeister sehr. Quinders stellt den Wert der Schützenfrauen heraus. Besonders glücklich ist er, dass die "Klumpenfrauen" jetzt schon 25 Jahre aktiv mit dabei sind. Sie wurden seinerzeit von Hubert Harmes gegründet. Helmut Quinders sieht in seiner Bruderschaft auch die Möglichkeit, Alt und Jung generationenübergreifend zu verbinden. Beispiel: Beim Schützenfest Anfang August ist Erwin Feyen als Kutscher mit von der Partie. Er war vor genau 50 Jahren König. Im Jägerzug sind die Kinder von den beiden Ministern dabei.

Quinders ist neuen Dingen in der Bruderschaft sehr aufgeschlossen und freut sich auf die erstmalige "Schlibecker Wies'n" am 5. August im Festzelt hinter der Laurentiuskirche. Er spricht die Mitgliederentwicklung an und berichtet mit großer Zufriedenheit, dass die Bruderschaft in den vergangenen 15 Jahren 50 neue Mitglieder aufnehmen konnte. 129 Mitglieder hat die Bruderschaft aktuell.

Ein besonders engagierter Helfer ist Helmut Quinders auch beim Reiterverein Graf Holk. Besonders bei den jährlichen Turnieren ist sein Rat und sein Einsatz stets willkommen. Er ist ein Fan des Reitsports. Und so ist es sicherlich kein Zufall, dass Reiterverein und Schützenbruderschaft seit Jahren erfolgreich zusammen arbeiten.

Quelle: RP
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