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Gemeinde Grefrath
Eintauchen in eine Märchenwelt

Gemeinde Grefrath: Eintauchen in eine Märchenwelt
Stimmungsvoller Auftakt gestern Nachmittag beim Weihnachtsmarkt im Freilichtmuseum. FOTO: Kaiser
Gemeinde Grefrath. Der Romantische Weihnachtsmarkt im Grefrather Freilichtmuseum ist seit gestern Nachmittag geöffnet. Die Besucher erwartet Weihnachtsfeeling in einer ganz besonderen Umgebung. Von Bianca Treffer

"Oh, alte Hufeisen als Glücksbringer", den Ausruf einer jungen Frau muss Friedrich Loritz direkt korrigieren. "Nein, Hufeisen aus Pralinenschokoladen mit 50 Prozent Kakao-Anteil und in Handarbeit geformt", sagt der junge Mann. An seinem Stand staunt so mancher Besucher, denn nicht nur die Hufeisen sehen aus wie anno dazumal, sondern auch die Zangen, Schraubendreher sowie die weitere Werkzeugpalette wirken echt. Herzliches Lachen ist beim Stand von Cornelia Elbers zu hören. Ihre fröhlich witzigen Bilder mit den lustigen Sprüchen sind Hingucker. Besonders der lachende Weihnachtsmann, der die Zunge herausstreckt und dessen Seite die Aussage "Und es gibt mich doch" ziert, lässt die Besucher grinsen.

Dass Bernsteinschmuck ein echter Hingucker sein kann und alles andere als langweilig ist, erleben die Besucher ein paar Meter weiter. "Wir schleifen die Steine selber und verarbeiten sie dann, wobei mir ein jeder Stein sagt, wie er verarbeitet werden möchte", erklärt Elisabeth Labus. Wie fantastisch Schmuck aus lackiertem Papier aussehen kann, demonstriert Colet Jacobs von "Ma En Pa Pier", und dass sowohl Schnittlauch als auch Litschi den Hals schmücken können, sieht man bei Barbara Bismark. "Es sind Pflanzenabgüsse aus Silber", sagt die Schmuckdesignerin. Schalen, über die naturgetreu gemalte Ameisen krabbeln, und Tassen, die wie mit Kinderbleistiftzeichnungen bemalt aussehen - auch die Keramikkünstlerin Johanna Hitzler begeistert die Besucher mit ihren Werken.

Fest in Teddybärenhand ist die alte Gerberei. Mehr als 100 handgearbeitete Exemplare sind bei Ellen Kuhlen und Gabi Busch zu finden. Der kleinste Teddy ist gerade einmal zehn Zentimeter groß, während es der größte auf einen halben Meter bringt. Tischsets aus Schiefer, ein Adventskalender als Torte, das Haus vom Nikolaus im Kleinformat, feuerspuckende Drachen, gefilzte Fingerpuppen, Vogelhäuser, gebaut wie kleine Villen - Ungewöhnliches, Ausgefallenes, Praktisches und Schönes finden sich auf dem Markt. Die Angebotspalette ist schon eine besondere, aber das ist dieser Markt als solcher ja auch.

Lachen schallt vom Mäuseroulette herüber, in der Schmiede knistert das Feuer und verbreitet eine wohlige Wärme. Genau das Richtige, um dem Schmied bei einem seiner Märchen zuzuhören. Schön warm ist es auch im Tante-Emma-Laden. Wer an den zwei geschmückten Weihnachtsbäumen vorbei durch die Holztür in den kleinen Laden tritt, kann sich mit einem heißen Kaffee und Kirsch-Mandel-Kuchen stärken, bevor es wieder entlang der mit Lichterketten beleuchteten Wege über das Gelände des Freilichtmuseums geht. Lichter spiegeln sich schimmernd im Wassergraben, der sich um die Dorenburg zieht, und die vielen Fahneninstallationen vor dem weißen mächtigen Gebäude bewegen sich leise im Wind. Die gekonnten Lichtinstallationen zaubern eine mystische Stimmung, die durch Kaspar, den feuerspuckenden und gaukelnden Narr, noch verstärkt wird. Es scheint, als wäre die Zeit stehen geblieben, ein Stückchen Märchenwelt im hektischen Alltag.

Der Geruch von Kräuterbonbons vermischt sich mit dem von Glühwein und Apfelpunsch. Aus dem Backhaus machen das frisch gebackene Brot und der Dorenburger, wie die Weckmännchen im Freilichtmuseum heißen, Lust auf ein Butterbrot mit frischem Käse, den es neben vielen weiteren Köstlichkeiten auch gibt.

"Wer es erst süß mag und dann scharf, der sollte probieren", preist indes Sarah Wältermann die mit Honig und roten Pfeffer gewürzten Cashew-Kerne an. Bei Pralinen-Büskens geht es dagegen süß zu. Bei Bratapfeltrüffel und Nougat-Pistazienblock strahlen die Gesichter. Am Stand gibt es auch die Rheinische Spätkartoffeln, allerdings aus Marzipan und daher garantiert nicht zum Kochen geeignet.

Der Romantische Weihnachtsmarkt im Niederrheinischen Freilichtmuseum, Am Freilichtmuseum 1 in Grefrath, findet heute von 13 bis 21 Uhr sowie Sonntag von 11 bis 20 Uhr statt. Auch das zweite Adventswochenende steht ganz im Zeichen des Weihnachtsmarktes. 4. und. 5. Dezember, jeweils 13 bis 21 Uhr, und 6. Dezember, 11 bis 20 Uhr. Eintritt: sieben Euro. Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt zum Weihnachtsmarkt.

Quelle: RP
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