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Gemeinde Grefrath
Eishalle wird für Revue umgebaut

Gemeinde Grefrath: Eishalle wird für Revue umgebaut
Mit vereinten Kräften werden die Container mit der technischen Ausstattung von den Lastwagen in die Halle verfrachtet. Hier läuft die Montage der technischen Gerätschaften nach einem vorher ausgeklügelten Plan. FOTO: WOLFGANG Kaiser
Gemeinde Grefrath. Im Grefrather Eissportzentrum sind die Vorbereitungen für die Weltpremiere der neuen Show von Holiday On Ice in vollem Gange. Techniker montieren das umfangreiche Equipment. Derweil trainiert das Ensemble in Utrecht. Von Willi Schöfer

Das 34-köpfige Kufen-Ensemble, darunter Annette Dytrt, Lisa Mochizucki oder Viktoria Maksiuta und Stanislav Vederski, ist schon da. Die Darsteller der neuen Holiday on Ice-Revue "Time" übernachten im "Grefrather Hof". Noch fahren sie zur Probe in eine Halle in Utrecht. Denn derzeit besteht noch keine Chance, im Grefrather Eisstadion die Choreographien einzustudieren. Denn hier ist man gerade mitten im Aufbau.

"Es ist schon gut, dass wir hier zumindest eine Außenbahn haben, auf der mal gefahren werden kann", sagt der 43-jährige Peter Koschmieder, der sich selbst nicht die Schlittschuhe anzieht. "Ich bin eigentlich ein gelernter Industriekaufmann, mehr durch Zufall zu der Show gekommen", sagte der Nürnberger, der auch jetzt bei der Premiere der aktuellen Show in Grefrath der Produktionsleiter ist. Zwischen den vielen Technikern und Arbeitern, die gerade in der Halle an den vielen Traversen unter anderem die Lichter und Geräuschmikrofone anbringen, bleibt Koschmieder gelassen: "Schließlich bin ich im 21. Jahr bei den Eisrevuen dabei und habe hier in Grefrath vor zwölf Jahren angefangen", erzählt er am Rande des Geschehens.

Wenn man die Halle betritt, das Eis ist verschwunden, sieht man eigentlich nur einen Wust von Aluminium und Stahl, neben kilometerlangen Kabelsträngen. Von den Querstreben an der Decke hängen lange Stahlketten, die die montierten Traversen, die noch auf dem Boden stehen, dann später nach oben ziehen. Bereits im Vorfeld hatte Peter Koschmieder einmal mehr mit Roland Lenzen vom Grefrather EisSport & Event-Park zusammengearbeitet, ihm schon einmal die Pläne geschickt, auf denen die exakten Hängepunkte unter dem Dach des Stadions zu sehen sind.

Diesmal sind es etwa 50 dieser Punkte. "Diese Hängepunkte müssen ein Gewicht von diesmal insgesamt rund 18 Tonnen tragen", erzählt Roland Lenzen. Der 53-Jährige, der einst als Elektriker und Hallenwart in Grefrath angefangen hat, bildete sich zum Veranstaltungstechniker fort, macht dies seit dem Jahr 2000. "Für mich ist das hier die 17. Show, es wird schon klappen", sagt Lenzen gelassen. Zumal das Equipment im vergangenen Jahr viel schwerer gewesen sei und fast das Doppelte der jetzt 18 Tonnen betragen habe. Selbstverständlich wurde die Statik im Vorfeld genau berechnet. Auch ein TÜV-Sachverständiger kommt noch vorbei und nimmt den Aufbau ab.

Fünf große Lastwagen mit Anhängern hatten das Equipment von Utrecht aus nach Grefrath gebracht. Noch längst ist nicht alles da. Zählt man alle Helfer und Helferinnen dazu, auch die, die das Grefrather Eissportzentrum selbst dazu ordert, dürften es etwa 70 Personen sein, die die Voraussetzungen schaffen, dass eine Show mit Glamour und perfektem Eislauf entstehen kann. Zum Ensemble gehören unter anderem zwei Garderobieren, die die etwa 300 individuell angefertigten Anzüge und Kostüme in einem einwandfreien Zustand halten. Näh- und Waschmaschinen gehören selbstverständlich zu ihrer notwendigen Ausrüstung. Außerdem kommen noch einige "Dresser" dazu, die die Läufer und Läuferinnen während der einzelnen Szenen aus- und umziehen.

In der Halle sieht man auch schon unten auf dem Erdboden eine etwa 18 Meter lange und vier Meter breite Video-Wand, die nach vorgegebenen Szenen mit dem entsprechenden Sound bespielt wird. Was dies genau sein wird, bleibt noch ein Geheimnis. "Es ist noch immer gut gegangen", meinen sich Peter Koschmieder und Roland Lenzen . Beide freuen sich schon jetzt auf die fünf Vorstellungen, die vom 24. bis 27. November in Grefrath zu sehen sind. "Alle kann ich mir selbst nicht anschauen, denn am 27. November bin ich wahrscheinlich bereits zum nächsten Spielort nach Rostock unterwegs", sagt Koschmieder. Die neue Revue ist in vier Ländern und etwa 55 Städten zu sehen, bei insgesamt 156 Vorstellungen.

Quelle: RP
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