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Gemeinde Grefrath
Eisstadion: Das große Technik-Puzzle

Gemeinde Grefrath. Der Aufbau für "Holiday on Ice" läuft. Das Material wurde in neun Lastwagen angeliefert.

"Holiday on Ice" wirft seine Schatten voraus: Die Eisfläche der Grefrather Halle gleicht in diesen Tagen einem großen und rund 37 Tonnen schweren Kabel- und Lampenpuzzle. All das, was derzeit auf der 40 mal 60 Meter großen Eisfläche liegt, muss in die Höhe gehoben und befestigt werden, inklusive einer rund 28 Meter breiten LED-Wand, auf der während der Show auch Sylvie Meis zu sehen sein wird. Mit Blick auf die Eisfläche sagt Produktionsleiter Peter Koschmieder: "Mehr Technik am Grefrather Hallendach geht nicht."

Neun Trucks haben das Material nach Grefrath gebracht, wo am 26. November die Weltpremiere des Programms "Believe" stattfindet. der Aufbau ist auch für Koschmieder und sein Team eine Art von Premiere, denn die Show, wie sie jetzt in Grefrath aufgebaut wird, hat so noch niemand gesehen, da die feste Unterkunft in Utrecht dafür nicht ausreicht. 74 Motoren, mehr als 200 Lampen und sogar ein Wasserfall mit 300 Liter Wasser in 90 Sekunden gehören dazu. "Wir sind technisch auf dem allerneusten Stand" bemerkt Koschmieder. Ketten hängen bereits an den Holzbalken der Halle. Auch Muskelkraft ist beim Aufbau gefragt, die meiste Arbeit allerdings erledigen Motoren. Zwei Fahrstühle und Plattformen gehören zum Inventar der Aufbaucrew, die sich untereinander in englischer Sprache verständigt. Eine Ersatzteillager führt "Holiday on Ice" nicht mit. "Das wäre viel zu teuer", sagt Koschmieder. Wenn Ersatz benötigt werde, habe man es aber in zwei Stunden vor Ort.

Nicht immer ist in jeder Show alles neu: "Wir haben auch ab und an Elemente aus früheren Shows, die wir wieder einsetzen können." Wo die Handwerker-Crew immer drauf vorbereitet sein muss, sind kurzfristige Änderungen. Ein Lob hat Koschmieder, der seit 20 Jahren dabei ist, für Grefrath und seine Eissportanlage: "Wir kommen immer wieder gerne hierhin, weil hier alles passt." Er macht deutlich, dass die Größe der Hallen variiert und man so den Aufbau der Show anpassen müsse. So ist Rostock die nächste Station, wo in der Stadthalle gespielt wird und alles kleiner ist.

Immer wieder neu überlegtdas Team für jede Show, welche Effekte man einbauen kann und was technisch möglich ist. Bemerkenswert ist eine letzte Aussage Koschmieders, bevor wieder in der Halle verschwindet und Anweisungen gibt: "Was wir heute und in den nächsten Tagen hier installieren, können wir in vier Jahren nicht mehr gebrauchen. Dann ist die Technik größtenteils bereits veraltet." Der Blick in die Halle unterstreicht noch einmal die Aussage Koschmieders, dass im Veranstaltungsbereich Berufserfahrung wichtig ist, denn alles geht Hand in Hand und ohne große Worte.

Da die Halle derzeit den Handwerkern gehört, trainieren die Aktiven unter dem Zeltdach der Außenfläche. Wenn der Aufbau beendet ist, geht es in die Halle. Bernd Schoenmackers, Geschäftsführer der Sport-und Freizeit gGmbH freut sich über den regen vorverkauf: "Die Show im vergangenen Jahr und die gute frühzeitige Werbung in diesem Jahr haben dazu geführt, dass schon jetzt der Vorverkauf um 20 bis 25 Prozent über dem Niveau des Vorjahres liegt."

(mab)
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