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Stadt Kempen
EM-Feeling bei den "Young Masters" an der Stendener Straße

Stadt Kempen: EM-Feeling bei den "Young Masters" an der Stendener Straße
Tolle Spiele erlebten die Zuschauer gestern zum Auftakt der 30. Auflage der "Young Masters" auf dem Sportplatz an der Stendener Straße in St. Hubert. FOTO: Hüskes
Stadt Kempen. Zum 30. Mal findet an diesem Wochenende ein großes Fußballturnier für Grundschulen statt. Rund 1600 Schüler nehmen daran teil. Von Manfred Baum

In Frankreich feierten die Anhänger der deutschen Fußballnationalmannschaft Bastian "Schweini" Schweinsteiger für sein Last-Minute-Tor. In St. Hubert hatten gestern bereits zum Auftakt der 30. Auflage des "Young Masters" für Grundschulen Mütter, Väter, Großeltern oder Geschwisterkinder etliche Male Gelegenheit, über Tore in den letzten Minuten mit vorherigem Sololauf zu jubeln. Die Torschützen, ob von den schnellen "Löwenkindern" aus St. Hubert, den "Biestigen Biestern" von der Astrid-Lindgren-Schule in Kempen oder den "Feuerdribblern" aus St. Tönis (GGS Hülser Straße), ließen sich gebührend feiern, denn längst haben die Kids das Jubeln vom Bildschirm gelernt, jedoch das Spiel mit dem runden Leder in den Schulen oder Sportvereinen. Der Auftakt des dreitägigen Fußballspektakels für Grundschulen war "Fairplay" in Perfektion, ein großes Familienfest des Jugendfußballs, bei dem 360 Minuten lang der Ball rollte.

Auf dem Platz waren Mädchen und Jungen in Teams vereint, wobei festzuhalten bleibt, dass der Mädchenfußball in den vergangenen Jahren einen deutlichen Schub nach vorn bekommen hat. Spielerisch können die Mädchen schon heute mit den Jungen mithalten. Was ihnen ein wenig fehlt, ist die Durchschlagskraft, der Einsatz mit dem Körper oder die Schnelligkeit.

Die Stimmung bei überwiegend blauem Himmel war gestern mindestens genauso euphorisch wie bei den derzeit laufenden Spielen der EM in Frankreich. Die vergebenen Pokale erreichten hier und da "europäisches Niveau". Der Blick aufs Kleinspielfeld verdeutlichte, dass die Kinder vieles mit ihren spielerischen Mitteln versuchten. Da sah man den "Doppelpass in die Tiefe, das Kurzpassspiel in der eigenen Hälfte, die präzise Flanke, den Sololauf über das halbe Spielfeld, den Schuss aus der Drehung oder aus 15 Metern. Wenn überhaupt jemand hektisch war, dann waren das ab und zu die Betreuer.

Die Zuschauer sahen auch Dinge zum Schmunzeln, wenn beispielsweise einem Torhüter Handschuhe und Trikot einige Nummern zu groß waren. Die farbigen Fußballschule sind längst Kult. Viele Kameras surrten, ab und zu wurde ein Sonnenbad genommen. Letzte Spielzüge wurden eingeübt und Mädchen kämpften mit ihren langen Zöpfen, aber auch mit dem runden Leder. Jonas, Jonathan und Fabian von den "Feuerdribblern" aus St. Tönis verteidigten mit einem solchen Feuereifer, dass man hätte meinen können, dass in St. Hubert vielleicht die "Versetzung in die höhere Klasse" auf dem Spiel gestanden hätte. Etwas abseits vom Spielgeschehen lag die sechs Monate alte Marlene auf einer großen Stufe des Sportplatzes und wurde von ihrer fürsorglichen Mutter liebevoll gewickelt.

Als "Dopingmittel" gab es Knackwürstchen, die in der Zeltstadt auf dem Sportplatzgelände ebenso zu finden waren wie selbst gebackener Erdbeerkuchen oder Käsebrötchen. Übrigens: Die EM in Frankreich war eigentlich keine Thema. Fakt ist auch, dass der Rasenplatz an der Stendener Straße seit gestern ein großer St. Huberter Spielplatz ist.

Quelle: RP
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