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Stadt Kempen
Ende August zieht Rewe in die Halle

Stadt Kempen: Ende August zieht Rewe in die Halle
In diese Leichtbauhalle zieht der Kempener Rewe-Markt Ende dieses Monats um. Die Halle, die auf dem Ausweichparkplatz am Self-Markt an der Otto-Schott-Straße errichtet wurde, dient dem Verbrauchermarkt als Verkaufsort während der Bauarbeiten am Standort Kleinbahnstraße. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Kempen. Der Verbrauchermarkt an der Kleinbahnstraße schließt am 20. August, der Verkauf in der Halle bei Self beginnt am 25. August. In einem Jahr soll der Rewe-Neubau fertig sein. Von Willi Schöfer

"Das wird auch langsam Zeit, dass dieser Markt etwas zeitgemäßer, moderner und attraktiver wird", sagt eine Kempenerin, die gerade im Rewe-Markt an der Kleinbahnstraße eingekauft hat, ihren Namen aber nicht in der Zeitung lesen möchte. Rewe hat darauf schon längst reagiert, will an gleicher Stelle einen modernen Markt errichten. Für die Kunden heißt das aber erst einmal, sich in der bald beginnenden Übergangszeit entweder bei der Sortimentsauswahl einschränken oder bis zur Fertigstellung des Neubaus in einem anderen SB-Markt einkaufen.

Denn die Tage der alten aus den 1970er-Jahren stammenden Halle an der Kleinbahnstraße 24, in der früher mal ein Elektrohandel war, sind gezählt. Am Samstag, 20. August, 16 Uhr, ist dort definitiv Schluss. Die Produkte von Rewe wird es dann etwa 700 Meter entfernt vorübergehend in einer Leichtbauhalle auf dem Parkplatz an der Otto-Schott-Straße geben, gegenüber dem Self-Markt. Dort wird der Betrieb am Donnerstag, 25. August, 7 Uhr, auf einer viel geringeren Verkaufsfläche von etwa 1100 Quadratmetern losgehen; derzeit sind es rund 2500 Quadratmeter.

Der alte Rewe-Markt ist noch bis zum 20. August geöffnet. Danach wird der Komplex abgerissen. An gleicher Stelle entsteht der neue Verbrauchermarkt. FOTO: Kaiser Wolfgang

Informationen über die anstehenden Veränderungen findet man im Markt nicht, auch nicht beim "Service-Punkt" oder beim "Neues von Rewe"-Stand mit den neuesten Angeboten und Mitteilungen. Die Rewe-Zentrale kündigte auf Nachfrage lediglich eine "offizielle Umbaumeldung" für die 32. oder 33. Kalenderwoche an, das wäre der Zeitraum vom 8. bis zum 20. August!

Der Eigentümer Bernd Kanders, Inhaber eines Immobilienunternehmens, sagte der Rheinischen Post zwar, dass er einen neuen Vertrag mit Rewe über die Dauer von zwölf Jahren geschlossen habe, verwies aber für Details der Bauausführung und Zeitplanung an Rewe-Projektleiter Oliver Leu. Der wiederum kommentierte genauso wie der Filialleiter kurz und knapp: "Rufen Sie bitte die Pressestelle in Hürth an."

Auf viele Fragen - etwa, wie sich die Sortimentswahl in der provisorischen Leichtbauhalle an der Otto-Schott-Straße darstellt - bestätigt die Pressereferentin der Rewe Group, Christiane Preisen, das auch bei vergleichbaren Projekten übliche abgespeckte Sortiment: "So wird es dann beispielsweise nicht möglich sein, Fleisch, Wurst oder Käse an den speziellen Bedienungstheken anzubieten, sondern nur in der gekühlter Selbstbedienung." Über die Investitionssumme werden aus "wettbewerbsrelevanten Gründen" ebenso keine Angaben gemacht wie über das in der Übergangszeit dort nicht mehr benötigte Personal. "Die entsprechenden Mitarbeiter werden meines Wissens nach vorübergehend in anderen Märkten eingesetzt", sagte eine Verkäuferin.

Die Pressereferentin konnte auch nicht sagen, wann aller Voraussicht der neue Markt seinen Betrieb aufnehmen könnte: "Abrisse und Neubauten sind oftmals mit Unwägbarkeiten behaftet, daher können wir leider keine genauen Zeitpläne nennen." Näheres war aber beim Leiter des Kempener Planungsamtes, Heinz-Peter Cox, zu erfahren: "Rewe möchte den Neubau in einem Jahr hochziehen." Zumal es auch für den Zwischenstandort der Leichtbauhalle an der Otto-Schott-Straße nur eine befristete Baugenehmigung für die Dauer von "zwölf bis maximal 15 Monaten", so Cox, gegeben habe. Wahrscheinlich dürfte daher der normale Betrieb Ende 2017 wieder losgehen.

Auf Nachfrage bestätigte der Technische Beigeordnete, Stephan Kahl, dass dem Grunde nach der Markt so wie er jetzt ist weiter geführt werden könnte, dass aber die Rewe-Verantwortlichen jetzt mit der Zeit gehen und diesen Markt und somit diesen Kempener Standort attraktiver und somit zukunftssicher machen wollen. Die Verkaufsfläche wird sich nur relativ wenig erhöhen, von derzeit 2500 auf dann 2850 Quadratmeter. Aber es dürfte dann sicherlich ein ganz anders kundenfreundlicheres Ambiente geben. "Ich freue mich schon darauf, denn ich gehe auch hier gerne einkaufen", sagte der 81-jährige Gerd Tekolf, der zwar im Kempener Süden wohnt, aber trotzdem dort zum Einkauf erschien.

Was passiert in der Übergangszeit mit der Filiale der Kamps Bäckerei im Rewe-Markt? Dazu sagten gestern Mitarbeiter unter Vorbehalt, dass die Bäckerei wahrscheinlich auch in der Leichtbauhalle ihre Waren anbieten werde.

Quelle: RP
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