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Stadt Kempen
Erfolgreiches Jahr für die Volksbank

Stadt Kempen: Erfolgreiches Jahr für die Volksbank
FOTO: NN
Stadt Kempen. Es gab Zuwächse in allen Bereichen, bei den Krediten hat die Bank sogar einen neuen Höchststand erreicht. Die Bauarbeiten an der Fassade des Hauses Burgstraße 12-16 beginnen im Frühjahr. Von Heiner Deckers

Einmal mehr kann die Volksbank Kempen-Grefrath auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die Bilanzsumme stieg um 2,4 Prozent auf 345 Millionen Euro. "Damit wurden unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Es freut mich, dass die Menschen uns vertrauen", sagte gestern Vorstandsvorsitzender Josef Stieger.

Vorher und nachher: Künftig soll die Fassade des Hauses Burgstraße 12-16 so aussehen, wie auf der Grafik oben abgebildet. Momentan sieht sie aus wie auf dem unteren Bild. FOTO: Volksbank / wolfgang kaiser (archiv)

In Sachen Kreditvergabe befinde sich die Volksbank sogar auf der "Überholspur". Das Neugeschäft belief sich im vergangenen Jahr auf 42 Millionen Euro. "Für unser Haus bedeutet das einen neuen Höchststand", berichtet Vorstandsmitglied Helmut Thönes. Sehr gefragt war die Finanzierung von Immobilien, ein Zuwachs von 5,7 Prozent steht hier zu Buche. Investitionen in eine Immobilie sieht Thönes angesichts des niedrigen Zinsniveaus als sehr sinnvoll an. Die Nachfrage sei ungebrochen. Als Beispiel nannte Thönes das von der Volksbank betreute Neubaugebiet in Mülhausen, dessen Grundstücke fast alle verkauft seien.

Allerdings komme es auf eine vernünftige Beratung an: "Um Fehlinvestitionen vorzubeugen, schauen unsere Mitarbeiter genau hin." Bei der Kreditvergabe sage man dann auch einmal Nein, betont Stieger: "Wir wollen unsere Kunden nicht in den finanziellen Ruin beraten."

Die Volksbank Kempen-Grefrath ist dem Selbstverständnis nach ein beständiger Mittelstandsfinanzierer, entsprechend hohe Bedeutung hat das Firmenkundengeschäft. Hier stiegen allein die neu beantragten zinsgünstigen Förderkredite im gewerblichen und landwirtschaftlichen Bereich um 60 Prozent.

Das Geld der Kunden liegt vor allem auf Tagesgeldkonten (plus 13 Prozent) und in Wertpapierdepots (plus 16 Prozent). Wobei sich die Volksbank sehr darüber freut, dass viele Kunden inzwischen langfristig investieren, das sei beim aktuell niedrigen Zinsniveau die beste Lösung. Das sei auch stets Thema bei der Beratung: "Es ist Aufgabe eines genossenschaftlichen Instituts, alles zu tun, um den Wertverlust der Vermögen des Kunden zu verhindern." Großen Wert legt die Volksbank auf Qualifikation. Die Mitarbeiter bilden sich regelmäßig fort, die Auszubildenden hätten bei der Prüfung keinerlei Probleme. Jedes Jahr stellt die Volksbank zwei Auszubildende ein, das Auswahlverfahren für 2017 beginnt im Frühjahr. Neu ist, dass die Volksbank in die Schulen geht und Bewerbungstraining anbietet. "Wir wollen die jungen Menschen auf ihren Schritt ins Berufsleben vorbereiten", sagt Stieger. 262 neue Mitglieder sind im vergangenen Jahr dazugekommen, aktuell sind es damit 6300. Die Vertreterversammlung findet am 17. März statt. Der Vorstand wird die Zahlung einer Dividende von sechs Prozent vorschlagen.

Während geschäftlich weiter ruhiges Fahrwasser angesagt ist, wird sich äußerlich etwas ändern. Das der Bank gehörende Haus 12-16 soll eine neue Fassade bekommen. Nachdem seit Oktober die Baugenehmigung vorliegt, sollen die Arbeiten im Frühjahr beginnen. Die Kosten liegen bei rund 800.000 Euro. Eigentlich sollte das Projekt schon 2015 in Angriff genommen werden. Es hat sich aber in die Länge gezogen, weil das Rheinische Denkmalamt Bedenken hatte, die Waschbeton-Fassade abzureißen und durch eine moderne Putzfassade zu ersetzen. Darüber setzte sich die Politik aber letztendlich hinweg.

Quelle: RP
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