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Kreis Viersen
Erneut weniger Arbeitslose im Kreis Viersen

Kreis Viersen. Vor allem die Nachfrage nach Fachkräften ist enorm. So kann das Plus an arbeitslosen Ausländern ausgeglichen werden.

Im Kreis Viersen waren im Juni 10.756 Männer und Frauen arbeitslos. Das waren 253 Menschen (oder 2,3 Prozent) weniger als im Mai und 213 Personen (oder 1,9 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Diese Zahlen gab gestern die Agentur für Arbeit Krefeld bekannt. Die Arbeitslosenquote lag im Juni im Kreis Viersen bei 6,7 Prozent, eine Verbesserung um 0,2 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat sowie dem Juni im vergangenen Jahr.

"Was mich aber besonders positiv stimmt, ist die enorme Kräftenachfrage der Wirtschaft in der Region", so Dirk Strangfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld. Mit 1287 neu gemeldeten sozialversicherungspflichtigen Stellen in der Stadt Krefeld und im Kreis Viersen zusammen sei die Nachfrage nach Arbeitskräften so hoch wie noch nie in einem Juni. "Wir bewegen uns also auf einem Rekordniveau. Das zeigt: Der Arbeitsmarkt funktioniert. Diese Aufnahmefähigkeit kompensiert die Zunahme der Arbeitslosigkeit in der Personengruppe der geflüchteten Menschen."

Im Juni waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Krefeld 5383 Ausländer arbeitslos gemeldet, was einem Plus von 107 (2 Prozent) zum Vormonat und von 638 (+13,4 Prozent) zum Vorjahr entspricht. In dieser Gruppe beträgt der Anstieg aus den acht Asylzugangsländern mit hoher Bleiberechtswahrscheinlichkeit (Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien) 741 (211,7 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr auf jetzt 1091 Personen.

Auch auf dem Ausbildungsmarkt geht es laut Strangfeld in die richtige Richtung, "wenn auch noch einiges zu tun sein wird". Für je 100 gemeldete Bewerber stehen zwar 68 der Arbeitsagentur gemeldete Ausbildungsstellen zur Verfügung (Vorjahr: 63). Aber die Zahl zeige weiterhin das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage.

Im Juni waren 3866 Ausbildungsstellenbewerber bei der Agentur für Arbeit gemeldet, also 33 weniger als im Juni 2015 - begründet auch durch den demografischen Wandel und damit den Rückgang der Schülerzahlen. Dem gegenüber steht ein Angebot von 2642 Ausbildungsplätzen. Damit stieg die Zahl der gemeldeten Stellen um 200 gegenüber dem Juni des Vorjahres. Aber Fakt ist: Noch immer steht nicht für jeden Bewerber ein Ausbildungsstellenangebot zur Verfügung.

(msc)
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